• Bayern,  Restaurants,  Unterwegs in Deutschland

    Wiesn 2018 – Ein Rückblick in Bildern

    Wie jedes Jahr waren wir ziemlich oft auf der Wiesn, mal mittags, mal abends – am Wochenende und unter der Woche. Unsere bevorzugten Zelte sind wie seit Jahrzehnten die Ochsenbraterei, das Weinzelt und das Löwenbräuzelt. Etwas neues haben wir aber auch ausprobiert – wir waren das erste Mal auf der Oidn Wiesn und haben im Festzelt “Tradition” gegessen.

    Eine kleine kulinarische Rückschau auf zwei Wochen Wiesn:

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    Jennerweinpfand’l (Medaillons von Reh, Wildhase und Hirschrücken) in Wacholderrahm
    auf Edelschwammerl mit Rosenkohl, handgeschabten Bio-Eierspätzle und eingemachten Preiselbeeren – mein Standard-Anstich-Gericht im Weinzelt

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    Dry aged Entrecôte  mit Rosmarinkartoffeln, gegrilltem Gemüse, Kräuter-Chili-Pesto unter der Woche mittags im Weinzelt

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    Auch unter der Woche im Weinzelt: Das Wiener Schnitzel

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    Der Himmel in der Ochsenbraterei

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    Vorspeisenbrett für drei Personen – der Beginn eines Abends unter Freunden in der Ochsenbraterei

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    Rinder Hochrippe, rosa gebraten mit Bio-Kartoffel-Gurken-Salat – in der Ochsenbraterei, mittags mit Freunden und Familie

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    Zartes Rinderfilet mit Pfeffersoße, Gartengemüse und überbackene Bio-Kartoffeln – in der Ochsenbraterei

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    Montagmittags – der Blick vom Balkon der Ochsenbraterei auf eine ruhige Wiesn

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    Im Festzelt “Tradition” auf der Oidn Wiesn.

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    Schweinebraten und Hendl im Festzelt “Tradition”

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    Das erste Mal Armbrust-Schießen …

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    … mit einem sehr guten Ergebnis.

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    Am letzten Sonntag im Löwenbräuzelt – Hirschgulasch, Ente, Hendl und Kalbsbrust

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    Und da ich etwas kränklich zuhause auf der Couch lag, brachte mir der Herr der Cucina die Wiesn nach Hause. <3

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    Servus, Bavaria, bis nächstes Jahr!

  • Hotels,  Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – San Cassiano – Residence Vally

    Während unseres Dolomiten-Urlaubs wohnten wir in einer Ferienwohnung. Als wir uns im Internet ein gutes halbes Jahr vorher auf die Suche machten, gab es ein paar Kriterien für unsere Entscheidung: 2 Zimmer, eine ordentlich ausgestattete Küche, Balkon, Nachmittagssonne, Internet …

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    Der kleine mit Geranien bepflanzte Holzbalkon unter dem Anbau war unserer.

    Gefunden haben wir alles in der Residence Vally in Costadedoi, einem kleinen Vorort von Sankt Kassian. Am Anhang und etwas oberhalb der Talstraße gelegt ist das Haus ruhig und hell. Das Anwesen ist sehr gepflegt und sauber, die Wohnung sehr gut ausgestattet. Die Internet-Seite des Appartement-Hauses stimmt völlig mit der Situation vor Ort überein – ich mag das.

    2017 Dolomiten Residence Vally 06

    Blick aus unserem geschützten Balkon, den wir am Nachmittag nach dem Wandern immer zum Lesen nutzten …

    2017 Dolomiten Residence Vally 01

    … und für den Aperitif in der Abendsonne

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    Wohnzimmer

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    Angrenzende Küche

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    Schlafzimmer

    Wir waren sehr zufrieden mit unserem Appartement (Typ C Superior 48 m², ein Doppelzimmer, Schlafcouch im Wohnraum, separate Küche, Badezimmer mit Dusche, großer privater Südbalkon) und bezahlten im Ende August/Anfang September 2017 pro Nacht 98 Euro. Dazu kamen nur noch 50,00 Euro pro Apartment für die Endreinigung.

    Residence Vally
    Costadedoi Str. 67
    39030 St. Kassian (Abtei) – San Cassiano

    Tel. +39 0471 847001
    Fax +39 0471 844969
    request@residencevally.it

  • Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – Badia – Rundwanderung Heilig Kreuz

    Noch eine kleine Wanderung habe ich für Euch in der Umgebung von La Villa. Wir waren wie immer sehr früh morgens unterwegs und wollten eine Rundwanderung unterhalb des Heilig-Kreuz-Kofels unternehmen.

    In Badia ging es mit dem Sessellift zu Mittelstation des Heilig-Kreuz-Kofels.

    2017 Heilig Kreuz 01
    An der Mittelstation nahmen wir aber nicht den zweiten Sessellift zur Bergstation, sondern wanderten den Weg bergauf parallel zur Bahn. 45 Minuten später erreichten wir die Bergstation. Der Weg hierher bietet viele schöne Ausblicke:

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    Der Aufstieg ist auch an Kalvarienberg, an dessen Ende uns die Heilig Kreuz Kirche erwartete.

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    Empore

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    Hier hört jeder mit.

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    Neben der Kirche befindet sich die Rifugio La Crusc mit kleinem Gastraum, Übernachtungsmöglichkeiten und exzellentem Speck.
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    2017 Heilig Kreuz 11
    2017 Heilig Kreuz 12
    Wir machten nur eine kurze Rast und schauten uns eine Tafel mit den verschiedenen Aufstiegsrouten zum Heilig Kreuz Kofel an – hinterlegt mit Namen der Erstbesteiger:
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    2017 Heilig Kreuz 14

    Wir liefen lieber abwärts Richtung “Costalta/Oies”. Eine gute Stunde waren wir über Stock und Stein und durch den Wald unterwegs, bis ein Weg wieder Richtung Mittelstation rechts abbog.

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    Das Highlight der Wanderung kam für uns überraschend – der Lago da Le. Ein kleiner See mitten im Wald, so ruhig, so still, so wunderschön. Wir saßen hier sehr lang, bevor wir zur Mittelstation zurückgingen. (Da dieser Weg nur 10 Minuten benötigt, sind wir am letzten Urlaubstag noch einmal zur Mittelstation gefahren, und haben die Mittagszeit mit einer Brotzeit am See verbracht.)

    2017 Heilig Kreuz 17
    RIFUGIO LA CRUSC
    Loc. La Crusc, 1
    39036 Badia (BZ)
    Tel. 0471 839632

    s.croce@lacrusc.com

    Und das war die letzte Wanderung unseres Dolomiten-Urlaubs 2017.

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  • Unterwegs in Italien

    I – San Cassiano – Wanderung zur Scotoni Hütte

    Mit meinen Eltern war ich 1976 schon einmal in La Villa. Eine der Wanderung führte uns mit der Seilbahn auf den Lagazuoi. Danach ging es bergab über die Scotoni-Hütte nach Armentarola.

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    Ich trage mich hochkonzentriert ins Gipfelbuch ein – neben mir Papa.

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    Vor der Hütte mit meinem Papa, meiner Mama und einer Bekannten meiner Eltern.

    Knapp 40 Jahre später wollte ich mit dem Herrn der Cucina eigentlich die gleiche Tour noch einmal machen. Dann kam mein Armbruch dazwischen und ich traute mir die ganze Wanderung nicht zu. Deshalb wählten wir eine kleinere Runde. Wir starteten bei der Capanna Alpina.
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    Capanna Alpina

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    Das Wandergebiet ist an der Capanna Alpina auf eine große Steinplatte gemalt.

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    Durch dieses Tal geht es aufwärts durch den Naturpark Fanes-Sennes-Prags:

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    2017 09 Scotoni 10

    Im Rücken habe wir die durch die Morgensonne beschienene Fanes Gruppe mit dem Piz Cunturines.

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    Wir waren die ersten Gäste am Morgen und genossen am selben Platz, an dem ich mit meinen Eltern saß, die Sonne, den Cappucchino und die umliegende Bergwelt. Ein bißchen wegmütig wurde ich, als die ersten Wanderer vom Gipfel des Lagazuois eintrafen. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.
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    Für ein Mittagessen war es noch zu früh.

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    Zurück nahmen wir den gleichen Weg wie hinauf – vorbei an den Haustieren der Scotoni-Hütte:

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    2017 09 Scotoni 03

    An der Capanna Alpina angekommen, erwartete uns wieder “heimisches” Fleckvieh:

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    Insgesamt eine kleine, schöne Wanderung mit steilen Abschnitten auf breiten Wegen.

    Scotoni Hütte
    Alpe Lagazuoi, 2
    39036 San Cassiano (BZ)
    Alta Badia Südtirol
    Telefon +39 0471 847330
    info@scotoni.it

  • Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – Colfosco – Rifugio da Jimmi

    Während unseres Urlaubs in den Dolomiten 2017 hatte es während einer Nacht bis ins Tal geschneit – es war empfindlich kalt am frühen Morgen. Wir ließen es deshalb gemütlich angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir in San Cassiano mit dem Auto Richtung Colfosco.

    Dort liefen ein kleines Stück über die Wiesn zur Seilbahn Plans. Ziel sollte die Jimmy Hütte sein.

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    2017 Jimmi Huette 02

    Diese Seilbahn schwebt sanft über die Wiesn bis zur Mittelstation, an der man auch einsteigen kann. Weiter geht es etwas steiler aufwärts – jetzt heißt die Seilbahn Frara, auch wenn man einfach in der Gondel sitzen bleibt. Von der Bergstation sind es nur einige Meter bis zur Jimmy Hütte.

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    2017 Jimmi Huette 01

    Ein bißchen Zeit verbrachten wir auf der Terrasse, bestaunten das Wolkenspiel um den Sella-Stock und beobachteten Wanderer, die vom Grödner Joch in ca. 20 Minuten zur Jimmy Hütte wanderten.

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    Irgendwann gings aber doch nach Innen zu Bier, Brotzeit und Apfelstrudel.

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    Wir zogen für den Rückweg die Seilbahn den rutschigen Wegen vor und fuhren gemächlich ins Tal.

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    Rifugio Jimmi
    Passo Gardena / Colfosco / Alta Badia
    Ph. +39 0471 836 776
    Mobil +39 333 433 22 62
    jimmi.schrott@rolmail.net

  • Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – La Villa – Wanderung Piz La Ila zur Ütia de Bioch

    Ein paar Berichte gibt es noch vom letztjährigen Urlaub in den Dolomiten. (Langsam aber sicher arbeite ich alles auf, versprochen.)

    Nach der Wanderung vom Piz Sorega zur Ütia de Bioch wanderten wir ein zweites Mal über die Hochebene. Dieses Mal starteten wir am Piz La Ila. Dafür nahmen wir in La Villa mit der Kabinenbahn.

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    Start im Tal an der Kabinenbahn

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    Und schon sind wir oben.

    An der Bergstation des Piz La Ila erwartete uns wieder ein kleiner Erlebnispark mit Spielplatz, Kneippanlage, uvm, den wir aber schnell hinter uns ließen. Auf Schotterstraßen und -wegen geht es immer auf und ab. Umgeben von einem 360 Grad Panorama – wieder mit Sella, Puez, Sassongher, Kreuzkofel, Fanes, Lagazoi, Marmolata …

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    Sella

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    Neue Schneekanonen werden installiert.
    Schneekanonen auf 2000 m? Ich werde das nie verstehen.

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    Der Sassongher blitzelt hervor.

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    Edelweiß! Leider nur im Topf.

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    “Baden für Hunde verboten!”

    Vorbei an der Ütia de Trausines, Restaurant La Fraina, Rifugio La Brancia (im Sommer geschlossen) und Rifugio Tablà wird der Weg schmaler.

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    Die “Streichelgehege-Ziege” vor dem Restaurant La Fraina wollte ich fotografieren.
    Sie sabotierte dies, in dem sie die Bänder an den Stöcken anknabberte und ich erst mal die Stöcke retterte.

    Durch niedrige Sträucher ging es aufwärts. Oben erwartete uns wieder die Sonnenterrasse der Ütia de Bioch.

    Dieses Mal machten wir nur einen kurzen Halt und tranken etwas, bevor wir wieder der Rückweg antraten. Ab Mittag war unbeständiges Wetter angesagt, da wollten wir wieder im Tal sein.

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    Blick zur Bergstation Piz La Ila

    2017 Piz La Ila 11

    Obligatorisches Foto-Motiv an der Bergstation.

    (Ich war ein bißchen aufmüpfig und habe nicht von der “Fotopoint”-gekennzeichneten Stelle aus fotografiert.)

    Ein einfache, kleine Wanderung – auf und ab in einer Stunde für den einfachen Weg.

    Ütia de Bioch
    2079 m – Dolomiten
    loc. Bioch
    I-39030 La Villa / Südtirol
    Tel. +39 338 4833994
    Mob. +39 329 5914008
    info@bioch.it

    Piz La Ila
    15-er Kabinenbahn
    Sommerbetrieb 2017: 17.06. – 24.09.2017, von 08:30 – 17:30
    Bergfahrt 9,40 €, Talfahrt 8,50 €, Berg+Talfahrt 14,30 €


     

  • Getränke

    Selbstgemachter Limoncello

    Während des letzten Italien-Urlaubs im Juni zeigte Sraluigi ihre Limoncello-Ansätze auf Instagram. Und da wir nach gut 100 Gläsern Marmelade (Erdbeer, Pfirsich, Aprikose und Kirsche) nichts mehr zu tun hatten, haben wir gleich noch nach ihrem Rezept einen Limoncello angesetzt. Unser erster selbstgemachter.

    Er schmeckt uns ganz wunderbar und macht fast schon süchtig. Nächstes Jahr im Juni wird der Ansatz verdreifacht. Danke für das Rezept.

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    Selbstgemachter Limoncello

    • 1 Liter Alkohol (96%)
    • 10 große Amalfi-Zitronen
    • 800 g Zucker
    • 1 Liter Wasser

    Die Zitronen sehr dünn schälen – es dürfen keine weißen Hautreste dran sein. Den Alkohol mit den Schalen in große Flaschen füllen. Halbdunkel (keine pralle Sonne, aber auch kein dunkler Keller) stellen und vier Wochen abwarten. Zwischendurch habe ich die Flaschen ein bisschen gedreht.

    Nach der Wartezeit den Inhalt der Flaschen durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit in einer Schüssel auffangen. In einem Topf Wasser mit Zucker aufkochen und knapp 10 Minuten köcheln lassen. Dann den Zitronen-Alkohol unterrühren (Achtung! Spritzt!) und in Flaschen füllen.

    Wir trinken den Limoncello, der sehr dickflüssig ist, am liebsten auf Eis, direkt aus dem Tiefkühlfach.

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    Nach vier Wochen fast schon wie Papier.

     


     

  • Was ganz was anderes

    Einen Blogumzug später …

    … frage ich mich, warum ich früher soviel gebloggt habe.

    1.400 Beiträge umziehen von Blogger auf WordPress, dazu ein paar Kommentare, viele Bilder ist das eine. Das klappt mit den passenden Tools einigermaßen. Aber die Kategorien und die Formatierung wollen nicht ganz so, wie ich das will. Und so werde ich erst nach und nach alle Artikel angreifen und überarbeiten. Mit knapp 400 Artikeln habe ich es schon gemacht. Solltet Ihr etwas suchen, geht bitte im Moment über Suchfunktion in der rechten Seitenleiste.

    Viel Spaß aber jetzt mit dem neuen Layout auf der eigenen Domain mit WordPress-Blog-Software und bald wieder neuen Artikeln.


     

  • Was ganz was anderes

    #WMDEDGT – Ausgabe März

    Dieses #WMDEDGT dient doch eigentlich nur dazu, mir aufzuzeigen, wie schnell die Zeit vergeht … schon wieder ist ein Monat rum.

    Dieser Montag startet 20 Minuten früher – der Wecker geht um 5:55 Uhr. Noch im Bett checke ich die italienische Wahl und die Oscar-Verleihung, während der Herr der Cucina schon in der Küche rumort. Ich verschwinde für eine Katzenwäsche (den Rest hatte ich schon Sonntagabend erledigt) ins Bad. Während ich mich anziehe und schminke, geht der Mann ins Bad. Ich vervollständige das Frühstück mit einer Schale Joghurt-Haferflocken-Apfelmus-Obst für den Mann, Hefezopf für uns beide, fülle frisch gepressten Orangensaft zum Mitnehmen ab, mache ein Schüssel Obstsalat als Brotzeit für ihn fertig. Gemeinsames Frühstück, nebenher läuft Deutschlandfunk, ich lese die Nachttimeline bei Twitter nach, er sichtet seine Mails.

    Glücklicherweise hat es nachts nicht gefroren, ich muß keine Autoscheiben kratzen. Ich starte mit Hand- und Aktentasche um 7:15 Uhr und fahre nach Schwabing. Um 7:45 Uhr habe ich einen medizinischen Fußpflegetermin – mein kleiner 6-wöchiger Luxus. Nach 30 Minuten fühlen sich die Füße wieder gut an. Der Arbeitstag kann starten.

    Ich fahre durch die Stadt nach Süden, nach Grünwald. Unterwegs hole ich mir eine Brotzeit. Zuerst leere ich bei Kunde 1 den Briefkasten. Dann geht es weiter zu Kunde 2, wo ich bis zum frühen Nachmittag bleibe und arbeite.

    Um 14 Uhr gehts weiter nach Nymphenburg – für Kunde 3 vermiete ich dort eine Wohnung. Die Besichtigung findet nicht auf dem normalem Weg statt. Als ich vor dem Haus ankomme, wähle ich via Facetime eine Nummer in China an. Dort sitzt eine deutsche Familie, die wieder nach Deutschland zurückkommen wird, vor dem Bildschirm und macht mit mir eine Besichtigung des Hauses und der Anlage via Wischphone. Moderne Technik ist schon ganz schön toll. Die Familie ist so begeistert, daß wir uns per virtuellem Handschlag gleich einig sind.

    Mit dem Auto geht es dann vom Münchner Westen in den Osten – nach Hause. Der Schreibtisch wartet, einige Mails und Telefonate müssen erledigt werden. Ich buche meine Februar-Belege und mache ELSTER. Währenddessen kommt der Mann nach Hause und arbeitet ebenfalls noch etwas.

    Gegen 19:30 Uhr essen wir eine große Gemüsepfanne und Bratkartoffeln. Dazu gibt es ein Glas italienischen Rosé. Wir erzählen uns von unseren Arbeitstagen, besprechen die Organisation des morgigen Tags. Gemeinsam räumen wir die Küche auf, decken den Frühstückstisch. Den Abend beschließen wir vor dem Fernseher beim Bügeln bzw. auf der Couch – auf dem Bildschirm läuft “The Marvelous Mrs. Maisel”.

    22:30 Uhr: ab ins Bett. Während der Mann gleich einschläft, lese ich noch eine Viertelstunde auf dem Kindle, dann schlafe auch ich ein. Es folgt eine traumreiche Nacht.

  • Was ganz was anderes

    #WMDEDGT – Ausgabe Februar 2018

    Der 5. des Monats ist schon wieder und Frau Brüllen fragt: „WMDEDGT – Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

    Der Tag beginnt tatsächlich um 0 Uhr für mich, denn ich bin noch wach und bügle. Das tue ich immer in der Nacht vom Super Bowl, seit Jahren. Dann bleibe ich wenigstens wach und überbrücke die normale Bettgehzeit um 22 Uhr.

    Um kurz nach Mitternacht bin ich aber mit Bügeln fertig, 19 Oberhemden, 5 Blusen und jede Menge Kleinkram liegen oder hängen fertig im Wohnzimmer. Ich mache es mir mit einem Glas Orangensaft-Schorle und einer kleinen Schale Chips sowie dem Strickzeug auf der Couch gemütlich. Das Spiel ist unterhaltsam und schnell, die Half-Time-Show langweilig. Die Vernunft läßt mich um 2:37 Uhr ins Bett gehen – der Wecker würde um 6 Uhr klingeln und erste Kundentermine stehen ab 9 Uhr an.

    Um 6 Uhr erst mal schnell das Handy checken – Philadelphia hat gewonnen, nicht meine Mannschaft, aber ok für mich. Dann normaler Werktagrhythmus – der Herr der Cucina verschwindet ins Bad, ich mache Frühstück, bereite Obst vor, das er mit in die Arbeit nimmt. Gemeinsames Frühstück mit Hefezopf. Dann verschwinde ich ins Bad, packe meine Sachen und mache mich auf den Weg nach Grünwald zum Kunden. Unterwegs gehe ich noch auf die Post in Grünwald. Hier geht es immer schnell, die Schalter sind fast alle besetzt, selbst zur Weihnachtszeit habe ich – im Gegensatz zur heimischen Post – fast nie Wartezeiten.

    Meeting mit der Kunden, Besprechung der aktuellen Kryptowährungsentwicklung, Abarbeiten von alltäglichen Aufgaben. Auf dem Heimfahrt leere ich den Briefkasten bei einem anderen Kunden. Daheim fordert die Nacht ihren Tribut, ich lege mich 40 Minuten hin. Danach geht es an den Schreibtisch. Erst einmal führe ich einige private Telefonate und organisiere einiges, weiter geht es mit einer ganzen Reihe beruflicher Gespräche, bis ich um 17:30 Uhr endlich noch ein bißchen Papier wegschaffe. Um 19:30 Uhr beende ich den Arbeitstag. Der Herr der Cucina, der inzwischen auch wieder zuhause ist, und ich essen Penne mit Bolognese.

    Der Abend endet auf der Couch bei zwei Folgen der Staffel 5 von House of Cards – die mit dem Orangen Ding im Weißen Haus doch wesentlich weniger amüsant ist als zu anderen Zeiten.