• Hauptspeise,  Pasta,  Vorspeise

    Gnocchetti sardi

    Manchmal geht es schnell – da brachte Claudio ein Bild seiner Gnocchetti sardi auf Instagram und schon stand der Plan für’s Essen. Endlich kam auch mein Garganelli-Brett mal wieder zum Einsatz.

    Schnell und problemlos gemacht sind sie eine schöne Nudelalternative.

    Gnocchetti Sardi

    Gnocchetti sardi
    (4 Personen)

    • 300 g Hartweizengrieß (Semolina)
    • 150 g lauwarmes Wasser
    • Salz

    Die Zutaten zu einem glatten, kompakten Teig kneten. Bei mir machte das die Kitchen Aid in gut 10 Minuten. Den Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

    Den Teig zu fingerdicken Rollen formen und in kleine Stücke (kleiner 1 cm) schneiden. Diese mit Daumendruck über ein bemehltes Gnocchi/Garganelli-Brett drehen. (Video)

    Mit Mehl bestäuben. Pasta im kochenden Salzwasser al dente kochen. Abgießen und mit der bereit gestellten Sauce und Fleisch mischen.

    Bei uns gab es die Gnocchetti sardi mit Ragu’ napoletano.

    Gnocchetti Sardi con ragu napoletana

  • Fleisch,  Hauptspeise

    Unsere ersten, selbstgegarten Spareribs

    Eigentlich mag ich Spareribs sehr gern. Im Restaurant sind sie mir aber oft zu trocken und übergart. Oder mit zu viel Sauce übergoßen. Oder zu groß. Oder die Sauce ist zu süß. Oder … oder … oder … Ihr merkt schon, ich bin heikel.

    Jetzt besitzen wir keinen Grill und müssen uns somit anderweitig behelfen, wenn wir unsere eigene Version der Spareribs ausprobieren wollen. Auf der Suche nach Rezepten wurde ich bei USA Kulinarisch schnell fündig und “Tony Romas World Famous Ribs” sprachen mich an. Was kann da schon schief gehen, wenn “World Famous” dabei steht.

    Es ging nichts schief. Zarte, saftige Spareribs kamen heraus, bei denen man noch das Fleisch schmeckt … und nicht nur die Sauce. Und das soll auch so sein, wenn ich wie dieses Mal kleine Bio-Rippchen hatte.

    Große Empfehlung für dieses Rezept! Wir haben es inzwischen schon mehrfach gemacht.

    Spareribs Teller

    Spareribs

    Backofen auf 150 Grad vorheizen. Rippchen in Portionen teilen (drei bis sechs Knochen), mit Soße bestreichen und in Alufolie wickeln. Die einzelnen Päckchen auf einen Rost legen, so dass nichts auslaufen kann, und zwei bis drei Stunden braten, bis das Fleisch sehr weich ist.

    Spareribs Ofen

    Zum Ende der Garzeit Grill vorheizen, die Rippchen aus der Folie nehmen und auf dem Rost von beiden Seiten sehr braun grillen. Oder im Backofen den Grill einschalten und 5 Minuten darunterschieben – so haben wir es gemacht.

  • Fleisch,  Hauptspeise,  Suppe

    Maultaschen – die schmecken, wie sie schmecken sollen

    Das Jahr 2015 endete fulminant! Denn an Silvester verbrachte ich den Vormittag in der Küche und machte Maultaschen – eine ganze Menge. Und das kam so:

    Maultaschen kannte und mochte ich schon immer. Bei meiner Oma in Singen gab es sie – gekauft beim Metzger des Vertrauens. Ebenso bei meiner Tante Karin in Stuttgart – auch vom Metzger. Diese Maultaschen waren toll. Wir nahmen sie mit nach Bayern, froren viele ein und aßen sie nach und nach. Hier fanden sich nämlich keine, die so schmeckten, wie wir sie kannten und mochten. Und ein Familienrezept gab es eben wegen der guten Metzger in der Umgebung nicht.

    Einige Rezepte habe ich in den letzten Jahren selbst ausprobiert, alle Ergebnisse waren eßbar, ganz ok. Aber weder Konsistenz noch Geschmack kamen an die guten Singener und Stuttgarter Maultaschen heran.

    Als ich mein Leid Excellensa klagte, stellte sie mir das Originalrezept ihrer in der Nähe von Stuttgart lebenden Mutter zur Verfügung.

    Und – machen wir es kurz: GENAUSO müssen sie sein und schmecken, meine Maultaschen. Vielen Dank, Mutter Excellensa! Und danke, daß ich das Rezept veröffentlichen darf.

    (Der Nudelteig ist mein Standardnudelteig, denn hier in Bayern bekommt man nicht – wie im Badischen oder Württembergischen – den Nudelteig fertig vom Bäcker.

    Und noch eins – Maultaschenproduktion und parallel eine Fotoreportage, das schließt sich aus. Entweder ist Mehl, Teig, Ei, Brät, Spinat oder Wasser an den Fingern. Also nur ein paar unscharfe Fotos.)

    Maultaschen detail

    Maultaschen
    ca. 8 Portionen

    Nudelteig

    • 350 g Mehl (Weizen 405er)
    • 350 g Hartweizenmehl
    • 7 Eier
    • Salz

    Füllung

    • 700 g Kalbsbrät
    • 600 g Blattspinat (bei mir gefroren)
    • 50 g Semmelbrösel
    • 2 EL Milch
    • 1 Bund Frühlingszwiebel (weißen Anteil in Röllchen geschnitten)
    • 4 Eier
    • Salz
    • Pfeffer

    Zum Schließen der Maultaschen

    • 1 Eigelb

    Für den Nudelteig aus den Zutaten einen glatten Teig kneten und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

    In der Zwischenzeit den frischen Spinat blanchieren, bzw. den gefrorenen Spinat nach Packungsbeilage zubereiten. Abtropfen und abkühlen lassen. Zusammen mit den anderen Füllungszutaten mischen und abschmecken.

     

    Maultaschen Fuellung

    Den Nudelteig mit der Nudelmaschine (bei mir Stufe 6 von 7) oder von Hand dünn ausrollen. Mit der Brätmasse ca. 1 cm dick bestreichen, einen schmalen Streifen freilassen. Diesen mit Eigelb bestreichen. Den Nudelteig der Länge nach aufrollen und mit dem schmalen Streifen schließen. Etwas flach drücken und in die gewünschte Größe schneiden.

    In siedendem Wasser gut 10 Minuten garen. Abtropfen lassen. Danach entweder in die Suppe geben, abbräunen oder einfach einfrieren.

    Maultaschen Topf

  • Beilage,  Hauptspeise

    Erdäpfellaibchen – Kartoffelpflanzerl

    Unglaublicherweise wird in unserem Haushalt noch gekocht und gebacken, auch wenn das Blog das im Moment nicht widerspiegelt. Wir verhungen nicht. Aber es gibt nicht viel neues auf unseren Tellern. Beide haben wir in letzter Zeit viel zu tun. Neben sehr viel Arbeit, einem kleinen Engagement in der Flüchtlingshilfe und noch einigen anderen Interessen und Verpflichtungen kommt zwar immer frisch gekochtes Essen auf den Tisch – aber in Kochbüchern blättere ich ganz wenig.

    Ich nehme dann abends mal die Lesebrille nach einem langen Schreibtischtag ab und das Strickzeug in die Hand, während eine Serie auf dem Fernseher den Tag ausklingen läßt.

    Aber kürzlich reichte mir der Postbote ein Rezensionsexemplar zur Tür herein, während ich in einer langen und langweiligen Telko hing. D.h. ich machte das Packerl gleich auf und blätterte das Buch durch, während am Telefon irgendwelche unwichtigen Sachen diskutiert wurden.

    Das Wachau Kochbuch” (von Christine Saahs, im Brandstätter-Verlag erschienen) ist auch wirklich ein schönes und handwerklich gut gemachtes Buch, in dem man hängen bleiben und um sich herum viel vergessen kann. Und so wanderten die Post-Its für “das muß ich unbedingt nachkochen” zahlreich hinein.

    Als erstes habe ich die Erdäpfellaibchen (bayrisch: Kartoffelpflanzerl) ausprobiert – als schnelles und leichtes, vegetarisches Abendessen. Sie haben uns exzellent geschmeckt – wir können uns aber auch vorstellen, sie mit Speck oder Pilzen beim nächsten Mal zu “aromatisieren”.

    Erdaepfellaibchen

    Erdäpfellaibchen
    2 Portionen als Hauptspeise

    • 4 große mehlige Kartoffeln (ca. 1 kg)
    • 2 Eier
    • 2 EL Sahne
    • Salz
    • Pfeffer
    • Muskatnuß
    • Kräuter nach Wahl
    • Olivenöl zum Ausbacken

    Kartoffeln mit der Schale kochen, schälen und passieren, mit den Eiern und der Sahne vermischen und nach Wunsch mit Kräutern und Gewürzen abschmecken.

    Diesen Teig eine Stunde ruhen lassen.

    In heißem Olivenöl die Pflanzerl (aus ca. 1 EL Masse, die man in der Pfanne etwas flach drückt) langsam backen.

    Wir aßen dazu einen Feldsalat sowie eine einfache Joghurtsauce.

  • Fleisch,  Hauptspeise

    Fettine di maiale con cipolline e capperi

    Und noch einmal schnelle, aber feine Ferienwohnungs-Urlaubsküche, und auch wieder aus dem Buch “Neue Rezepte aus der klassischen, italienischen Küche” von Marcella Hazan: Schnitzel mit Frühlingszwiebeln und Kapern.

    Dazu gab es bei uns Bruschetta und ein Glas Bier von Moretti:

    Fettine maiale

    Fettine di maiale con cipolline e capperi
    2 Portionen

    • 5 Frühlingszwiebeln
    • 1 TL Kapern (bei mir eingelegt in Salz und abgespült)
    • 2 Schweineschnitzel (bei mir dünne Kalbschnitzel)
    • 1 EL Olivenöl
    • 1 EL Butter
    • 2 EL Mehl
    • Salz
    • Pfeffer

    Das Weiß der Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden. Öl und Butter in einer Pfanne geben, aufheizen. Schnitzel in Mehl wenden und in die Pfanne geben, von beiden Seiten anbraten und herausnehmen.  Zwiebelröllchen in die Pfanne geben, weich dünsten, pfeffern, salzen und Kapern hinzufügen. Schnitzel wieder in die Pfanne geben, in der Würzsauce wenden und sofort servieren.

  • Hauptspeise,  Salat

    Frühjahrscouscous

    Couscous-Salat oder lauwarmer Couscous mit verschiedensten Gemüse- und Fleisch- oder Fischsorten ist eines unserer Lieblingsessen. Letzte Woche gab es den Couscous das erste Mal mit grünem Spargel und frischen Erbsen.

    Auch in dieser Variante sehr fein!

    Couscous Fruehjahr

    Lauwarmer Frühlingscouscous
    2 Personen

    • 200 g Couscous
    • 2 Handvoll Erbsen (frisch gekocht)
    • 300 g grüner Spargel (in Stücke geschnitten, gekocht)
    • 1 große Orange (filetiert)
    • 1/2 Gurke (gewürfelt)
    • 2 Tl Butter
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • Vollmilch-Joghurt

    Couscous nach der Anleitung auf der Packung kochen, kurz vor Garzeit-Ende die Butter untermischen.

    Alle weiteren Zutaten mit dem Couscous vermengen. Lauwarm mit Joghurt servieren. (Reste am nächsten Tag mit einer Vinaigrette anmachen und als Salat essen.)

  • Fleisch,  Hauptspeise,  Salat

    Hendlbrustsalat

    Ihr habt ihn schon öfters in der Stattkantine gesehen, den Hühnerbrustsalat, der sich wunderbar zur Resteverwertung eignet.

    Die Hühnerbrust dafür kann von einem gegrillten oder einem gekochten Hähnchen sein – und natürlich könnt Ihr auch andere “Hühnerreste” dafür verwenden. In der heutigen Variante ist er mit Tomaten und Gurken gemacht, auch hier sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt – Brokkoli, Paprika, Erbsen, was immer Ihr mögt, könnt Ihr untermischen.

    Huehnerbrustsalat

    Hühnerbrustsalat
    2 Portionen

    • 2 gekochte oder gegrillte Hühnerbrüste ohne Haut
    • 1 kleine Salatgurke
    • 10 Cocktailtomaten
    • 2 EL Mayonnaise
    • 2 EL Joghurt
    • Salz
    • Pfeffer
    • Piment d’Espelette
    • Sonnenblumenöl
    • Weißweinessig

    Hühnerbrüste in Stücke schneiden, ebenso die Gurke, Tomaten vierteln. Aus den übrigen Zutaten eine Salatsauce herstellen und zu Huhn und Gemüse geben. Gut vermischen, im Kühlschrank ziehen lassen.

  • Fleisch,  Hauptspeise

    Haxerl-Wochenende

    Winter- und Frühlings-Haxerl-Essen am vergangenen Wochenende:

    • Zwei Lammhaxerl, einfach auf einem Gemüsebett (halbierte Cocktailtomaten, Zucchinischeiben, Zwiebelviertel und Olivenöl) im Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) für 45 Minuten gegart – dazu Bratkartoffeln
    • Zwei Surhaxerl, dazu Kartoffelbrei und Sauerkraut – Rezept gibt es schon.

    Jetzt ist aber Schluß mit dem Winter, das war das letzte Surhaxerl bis September. Dann esse ich ganz traditionell wieder eins im Löwenbräuzelt, wie jedes Jahr.

    Haxerl

  • Hauptspeise,  Suppe,  Vorspeise

    Wintereintopf mit Rosenkohl

    Die ersten Sonnenstrahlen kommen schon wieder ums Haus herum und treffen den Eßtisch, es wird heller und der Heuschnupfen ist auch schon da. Aber es ist kalt draußen, sehr kalt. Die richtige Zeit für einen schönen Gemüseeintopf, ergänzt durch ein bißchen Speck und Wienerle.

    Selbst ich, die ich bei Rosenkohl nicht unbedingt HURRA rufe, fand ihn wunderbar.

    Wintereintopf

    Wintereintopf mit Rosenkohl
    2 große Portionen

    • 3 EL Olivenöl
    • 50 g Bauchspeck, grob gewürfelt
    • 1/4 Lauch, in schmale Ringe geschnitten
    • 4 mittelgroße Kartoffeln, geschält, gewürfelt
    • 250 g Rosenkohl, geputzt, halbiert
    • Brokkoli, eine Handvoll Röschen
    • 3 Wienerle, in Scheiben geschnitten
    • Schnittlauch für Garnitur
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • Gemüse- oder Fleischbrühe, zur Not auch einfach Wasser

    Olivenöl erhitzen, Bauchspeck und Lauch darin anschwitzen. Kartoffelwürfel dazugeben, kurz mitbraten, dann Rosenkohl und Brokkoliröschen untermischen. Mit Brühe oder Wasser aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Mit den Gewürzen abschmecken. Aufkochen, dann zurückdrehen, so daß es nur noch ein bißchen köchelt. Deckel drauf für eine 3/4 Stunde.

    Wienerle untermischen und warten, bis sie erwärmt sind. Mit Schnittlauch garnieren.

  • Hauptspeise

    DFO – Leberkäs mit Spiegelei

    Die StattKantine läuft seit letzter Woche wieder regelmäßig, denn der Herr der Cucina benötigt Mittagessen aus der heimischen Küche. Und gibt es auch für mich wieder an manchen HomeOffice-Tagen ein “einsames” Mittagessen.

    Gestern gab es einen bayrischen Wirtshausklassiker: Ein Stück Leberkäse, angebraten, und dazu ein Spiegelei sowie eine Scheibe Brot. Das ganze steht und fällt mit der Qualität des Leberkäses. Wenn er zu fett ist oder überwürzt, schmeckt er angebraten noch schlimmer als in heißem Zustand und das Gericht ist nicht zu retten. Aber wenn er genau richtig ist, dann ist diese Kombination ein Traum. Hausmannskost vom Feinsten.

    Leberkaese Spiegelei