• Suppe,  Vorspeise

    Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle

    Das Rezept liegt schon ein ganze Weile auf Halde. Aber was solls?! Es ist ein schönes Herbst- und Wintergericht. Und wer getrocknete statt frische Bohnen verwendet, kann es jetzt auch gut kochen.

    Frische Borlotti-Bohnen hatte ich im September aus Italien mitgebracht. Was macht man daraus, wenn draußen das Wetter eklig, grau und kalt ist? Einen Eintopf. Der Kühlschrank war relativ leer – ich brauchte Inspiration und wurde bei Witzigmann und seinem Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle fündig. Nur leider hatte ich ganz viele Zutaten nicht zuhause – so wurde es mehr Inspiration als wirkliches Nachkochen. Aber es tat keinen Abbruch – und die Kombi Bohneneintopf und Spätzle, die muß ich mir merken, die ist einfach genial.

    Borlotti Bohneneintopf

    Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle
    4 Portionen

    • 250 g getrocknete Borlotti- oder Cannellini-Bohnen oder 1 kg frische Schoten
    • 1,5 l lauwarmes Wasser zum Einweichen
    • 250 g geräuchertes Wammerl
    • 1/2 mit Lorbeerblatt und 3 Nelken gespickte Zwiebel
    • 1 große Knoblauchzehe (ungeschält)
    • 1 Thymianzweig
    • 1 Rosmarinzweig

    Gemüse-Einlage

    • 1 EL Olivenöl
    • 1 geschälte Knoblauchzehe (fein gehackt)
    • 100 g geschälte Zwiebel (feine Würfel)
    • 1 Zucchini (feine Würfel)
    • 500 g Kartoffeln, festkochend (kleine Würfel)
    • 3 EL Tomaten-Polpa
    • 100 g gewaschener Lauch in Ringen
    • Salz
    • Pfeffer
    • Schärfe in Form von gemahlenen Peperoncini oder Piment d’Espelettes

    Spätzleteig

    • 300 g Mehl (Weizen, 405er)
    • 3 Eier
    • ca. 100 ml Wasser
    • Salz

    Getrocknete Bohnen über Nacht einweichen. Bohnen im Einweichwasser zum Kochen bringen, Schaum abschöpfen, das Wammerl mit gespickter Zwiebel und Knoblauch zu den Bohnen geben. Etwa 1,5 Stunden weich köcheln.

    Olivenöl erhitzen, Knoblauch beigeben, goldgelb anschwitzen, Zwiebel beigeben, goldgelb anschwitzen, Kartoffeln und Zucchini zugeben, ca. 5 Minuten später. Tomaten-Polpa sowie Lauch beigeben. Salzen, pfeffern.

    Gespickte Zwiebel entfernen, die Gemüsemischung zu den Bohnen geben, einige Bohnen zerdrücken, um eine Bindung zu bekommen. Noch einmal 15 Minuten leicht köcheln lassen. Wammerl entnehmen, in kleine Stücke schneiden und wieder zugeben. Mit Thymian und Rosmarin, sowie Salz, Pfeffer und Schärfe abschmecken.

    Spaetzle zu Bohneneintopf

    Aus den Zutaten einen Spätzleteig herstellen, so lange rühren, bis er Blasen schlägt, dabei immer nur etwas Wasser nachgießen, bis er eine zähflüssig-teigige Konsistenz hat. Min. 30 Minuten ruhen lassen.

    Dann in kochendes Salzwasser schaben, drücken oder wie auch immer Ihr gerne Eure Spätzle macht und eßt. Mit dem Eintopf servieren.

    Herzkastanie

    Herz-Herbst

  • Fleisch,  Hauptspeise,  Suppe

    Maultaschen – die schmecken, wie sie schmecken sollen

    Das Jahr 2015 endete fulminant! Denn an Silvester verbrachte ich den Vormittag in der Küche und machte Maultaschen – eine ganze Menge. Und das kam so:

    Maultaschen kannte und mochte ich schon immer. Bei meiner Oma in Singen gab es sie – gekauft beim Metzger des Vertrauens. Ebenso bei meiner Tante Karin in Stuttgart – auch vom Metzger. Diese Maultaschen waren toll. Wir nahmen sie mit nach Bayern, froren viele ein und aßen sie nach und nach. Hier fanden sich nämlich keine, die so schmeckten, wie wir sie kannten und mochten. Und ein Familienrezept gab es eben wegen der guten Metzger in der Umgebung nicht.

    Einige Rezepte habe ich in den letzten Jahren selbst ausprobiert, alle Ergebnisse waren eßbar, ganz ok. Aber weder Konsistenz noch Geschmack kamen an die guten Singener und Stuttgarter Maultaschen heran.

    Als ich mein Leid Excellensa klagte, stellte sie mir das Originalrezept ihrer in der Nähe von Stuttgart lebenden Mutter zur Verfügung.

    Und – machen wir es kurz: GENAUSO müssen sie sein und schmecken, meine Maultaschen. Vielen Dank, Mutter Excellensa! Und danke, daß ich das Rezept veröffentlichen darf.

    (Der Nudelteig ist mein Standardnudelteig, denn hier in Bayern bekommt man nicht – wie im Badischen oder Württembergischen – den Nudelteig fertig vom Bäcker.

    Und noch eins – Maultaschenproduktion und parallel eine Fotoreportage, das schließt sich aus. Entweder ist Mehl, Teig, Ei, Brät, Spinat oder Wasser an den Fingern. Also nur ein paar unscharfe Fotos.)

    Maultaschen detail

    Maultaschen
    ca. 8 Portionen

    Nudelteig

    • 350 g Mehl (Weizen 405er)
    • 350 g Hartweizenmehl
    • 7 Eier
    • Salz

    Füllung

    • 700 g Kalbsbrät
    • 600 g Blattspinat (bei mir gefroren)
    • 50 g Semmelbrösel
    • 2 EL Milch
    • 1 Bund Frühlingszwiebel (weißen Anteil in Röllchen geschnitten)
    • 4 Eier
    • Salz
    • Pfeffer

    Zum Schließen der Maultaschen

    • 1 Eigelb

    Für den Nudelteig aus den Zutaten einen glatten Teig kneten und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

    In der Zwischenzeit den frischen Spinat blanchieren, bzw. den gefrorenen Spinat nach Packungsbeilage zubereiten. Abtropfen und abkühlen lassen. Zusammen mit den anderen Füllungszutaten mischen und abschmecken.

     

    Maultaschen Fuellung

    Den Nudelteig mit der Nudelmaschine (bei mir Stufe 6 von 7) oder von Hand dünn ausrollen. Mit der Brätmasse ca. 1 cm dick bestreichen, einen schmalen Streifen freilassen. Diesen mit Eigelb bestreichen. Den Nudelteig der Länge nach aufrollen und mit dem schmalen Streifen schließen. Etwas flach drücken und in die gewünschte Größe schneiden.

    In siedendem Wasser gut 10 Minuten garen. Abtropfen lassen. Danach entweder in die Suppe geben, abbräunen oder einfach einfrieren.

    Maultaschen Topf

  • Hauptspeise,  Suppe,  Vorspeise

    Wintereintopf mit Rosenkohl

    Die ersten Sonnenstrahlen kommen schon wieder ums Haus herum und treffen den Eßtisch, es wird heller und der Heuschnupfen ist auch schon da. Aber es ist kalt draußen, sehr kalt. Die richtige Zeit für einen schönen Gemüseeintopf, ergänzt durch ein bißchen Speck und Wienerle.

    Selbst ich, die ich bei Rosenkohl nicht unbedingt HURRA rufe, fand ihn wunderbar.

    Wintereintopf

    Wintereintopf mit Rosenkohl
    2 große Portionen

    • 3 EL Olivenöl
    • 50 g Bauchspeck, grob gewürfelt
    • 1/4 Lauch, in schmale Ringe geschnitten
    • 4 mittelgroße Kartoffeln, geschält, gewürfelt
    • 250 g Rosenkohl, geputzt, halbiert
    • Brokkoli, eine Handvoll Röschen
    • 3 Wienerle, in Scheiben geschnitten
    • Schnittlauch für Garnitur
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • Gemüse- oder Fleischbrühe, zur Not auch einfach Wasser

    Olivenöl erhitzen, Bauchspeck und Lauch darin anschwitzen. Kartoffelwürfel dazugeben, kurz mitbraten, dann Rosenkohl und Brokkoliröschen untermischen. Mit Brühe oder Wasser aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Mit den Gewürzen abschmecken. Aufkochen, dann zurückdrehen, so daß es nur noch ein bißchen köchelt. Deckel drauf für eine 3/4 Stunde.

    Wienerle untermischen und warten, bis sie erwärmt sind. Mit Schnittlauch garnieren.

  • Fleisch,  Hauptspeise,  Suppe

    Maultaschen

    Die Maultaschen nach einem Rezept von Vincent Klink (“ARD Buffet”, Rezept aus 2013) wollte ich schon lange machen. Jetzt habe ich es endlich mal geschafft. Für das erste Mal sind sie sehr gut geworden. Ich habe den Teig einen Tick zu dick gelassen, beim nächsten Mal werde ich ihn noch dünner ausrollen.

    Ansonsten – sehr, sehr gut!

    Maultaschen

    Maultaschen

    Teig

    • 150 g Mehl (am besten Hartweizenmehl)
    • 2 Eier
    • 1-2 TL Olivenöl
    • 1 Prise Salz
    • Mehl zum Ausrollen

    Füllung

    • 2 Zwiebeln
    • 2 EL Butterschmalz
    • 50 g Speck, durchwachsen
    • ½ Bund glatte Petersilie
    • 3 Eier
    • 200 g Hackfleisch (eher fetteres Fleisch)
    • etwas Salz, Pfeffer
    • 1 Prise Muskat
    • 1/2 TL Majoran, gerebelt
    • 500 ml Fleischbrühe

    Das Mehl auf ein Brett häufen oder in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde eindrücken. Die Eier, Öl und eine Prise Salz zugeben und zu einem Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

    Zwei Zwiebeln schälen und fein schneiden, Speck fein würfeln. Zwiebel und Speck in einer Pfanne mit Butterschmalz gut anschwitzen, etwas abkühlen lassen. Petersilie abspülen, trocken schütteln, grob hacken und mit 2 Eiern in einen Mixbecher geben. Mit dem Pürierstab fein mixen. Kräuter-Ei-Mischung mit Hackfleisch, angeschwitzten Speck-Zwiebeln in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Majoran würzen und alles gut durchmengen (ca. 5 Minuten), damit die Farce eine gute Bindung bekommt.

    Mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz den Teig sehr dünn ausrollen, darauf dünn die Fleischmasse aufstreichen, den oberen Teigrand mit verquirltem Ei bestreichen und den Teig wie eine Roulade zusammenrollen.

    Den Rand gut andrücken, dass er mit dem Ei zusammenklebt. Von der Roulade Maultaschen in der gewünschten Größe abschneiden und mit der flachen Hand platt drücken, dass sich die Füllung gut verteilt. In leicht kochendem Salzwasser die Maultaschen ca. 4 Minuten kochen.

    Übrige Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und in einer Pfanne mit 1 EL Butterschmalz braun rösten. Die Maultaschen in Brühe anwärmen. Maultaschen mit etwas Brühe in einen tiefen Teller geben und mit den gerösteten Zwiebeln garnieren.

  • Suppe,  Vorspeise

    Minestrone – kalt oder warm

    Ich kann Suppe zu jeder Tages- und jeder Jahreszeit essen – ich bin ein echter Suppenkaspar. Das war schon als Kind so. Nur kalte Suppen gab es in meiner Kindheit nicht, und so etwas wie Gazpacho in Deutschland noch unbekannt.

    Im August 1979 – auf dem Weg an die toskanische Riviera, machten meine Eltern mit mir Zwischenstation in Modena. Noch mehr als heute war so gut wie die ganze Stadt tot, denn alle Italiener waren schon Meer. Wir hatten Hunger und fanden nur ein ansprechendes Restaurant. Wie sich später herausstellte, das beste in der Stadt und mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Das interessierte mich damals aber nicht. Ich hatte Hunger. Und ich wollte Suppe.:-) So weit ich noch weiß, aßen meine Eltern ein Menü und mir wurde eine Minestrone empfohlen, die Spezialität des Hauses. Was schaute ich blöd, als diese Minestrone kalt serviert wurde, aber sie war sehr, sehr fein. Nicht nur wegen dieser Episode mag ich Minestrone auch bei großer Hitze. 🙂

    Minestrone gibt es in der Münchner Cucina im Sommer sehr oft, ein richtiges Rezept gibt es nicht. Gemüse der Saison klein schnippeln, mit Wasser aufgießen, mit Salz, Pfeffer, Kräutern, Peperoncini würzen, gut eine Stunde köcheln lassen.

    Variationen:

    • Püriert oder stückig servieren.
    • Kurz vor dem Servieren kleine Nudeln oder gekochten Reis in die stückige Minestrone geben.
    • Pürierte Minestrone gekühlt servieren.
    • Ein kleines Stück flache Rinderschulter mitkochen und zum Schluß kleingeschnitten untermischen.
    • Kurz vor dem Ende des Kochvorgangs Pesto unterrühren.
    • Ein paar Tropfen kräftiges Olivenöl auf die angerichtete Suppe geben.
    • Mehr Kartoffeln in der Mischung, d.h. sämigere Suppe.
    Minestrone roh

    Heute in meiner Suppe: Kartoffeln, Tomaten, Kohlrabi, Auberginen, Zucchini, Blumenkohl, Thymian Und dann auf dem Balkon unter dem sonnengelben Sonnenschirm genießen mit einem Glas Sauvignon Indra 2012 aus der Kellerei Girlan:

    Minestrone Teller

    Und wenn noch etwas übrig bleibt, lassen sich die Reste wunderbar einfrieren.

  • Suppe,  Vorspeise

    Kartoffel-Lauch-Suppe mit Thunfisch-Mousse

    DIE Entmistungsaktion über Weihnachten – nämlich das Wegwerfen ALLER alten “essen & trinken”-Hefte – förderte bei einem letzten Durchblättern dieses tolle Rezept zu Tage, aus dem Heft April 2006. Die Mischung aus kalt und warm, aus einfacher Suppe und Mousse, aus Gemüse und kräftiger Fisch-Beilage ist sehr, sehr gut.

    Das Thunfisch-Mousse zaubert aus einer “normalen” Kartoffelsuppe ein feine Menü-Suppe.

    Lauchsuppe Thunfisch

    Kartoffel-Lauch-Suppe mit Thunfisch-Mousse
    4 Portionen

    Mousse

    • 3 Blatt Gelatine
    • 2 Dosen Thunfisch (à 180 g)
    • 2 TL Senf
    • 2 Sardellenfilets (in Öl, abgetropft)
    • 1 EL Kapern
    • 400 ml Schlagsahne
    • 4 EL trockener Sherry
    • Salz
    • Pfeffer
    • Piment d’Espelette
    • etwas Zitronensaft

    Kartoffel-Lauch-Suppe

    • 100 g Schalotten (ein Scheiben schneiden)
    • 1 Knoblauchzehe
    • 600 g Kartoffeln (grob gewürfelt)
    • 400 g Lauch (grob in Scheiben geschnitten)
    • 20 g Butter
    • 1,2 L Fleischbrühe
    • 100 ml Milch
    • Salz
    • Pfeffer
    • Piment d’Espelette
    • etwas Petersilie

    Gelatine kalt einweichen. Thunfisch mit Öl, Senf, Sardellen, 1 EL Kapern, 200 ml Sahne und Sherry im Mixer sehr fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Piment und Zitronensaft abschmecken. 4 EL Sahne laufwarm erwärmen, die ausgedrückte Gelatine darin auflösen und unter das Thunfischpüree mischen. 10-15 Minuten kalt stellen, bis es leicht zu gelieren beginnt.

    Restliche Sahne steif schlagen und mit einem Teigschaber nach und nach vorsichtig unter das Thunfischpüreeheben. Abdecken und über nach kalt stellen. (Ich habe keine Sahne mehr untergehoben. War so schon reichhaltig und sehr fein.)

    Für die Suppe Schalotten, Knoblauch glasig dünsten. Kartoffeln und Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Brühe und Milch auffüllen, zugedeckt köcheln lassen, ca. 30 Min. Sehr fein pürieren und mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

    Mit Mousse und Petersilie anrichten.

  • Suppe,  Vorspeise

    Kartoffel-Lachs-Topf

    Und schon ist wieder ein neues Jahr da. Ich hoffe, Ihr seid gut über den Jahreswechsel gekommen. Nur das Beste für Euch!

    Aber vielleicht haben einige von Euch gestern und heute nacht ein bißchen über den Durst getrunken und brauchen ein etwas Suppe als Magenberuhigung? Oder Ihr seid nur ein wenig angeschlagen und habt nicht viel Lust zu kochen? Oder Ihr seid ein Supperkaspar wie ich?

    Egal was – die Suppenentdeckung des Jahres 2012 fand spät im Jahr statt – in der Woche nach Weihnachten. Foodfreak twitterte etwas von einem Kartoffel-Räucherlachs-Topf und schon war’s um mich geschehen. Ein kranker Mann zuhause (die echte Influenza hatte ihn kurz vor Weihnachten in den Griff bekommen und bis heute nicht ganz los gelassen), eine gute Hühnerbrühe aus diesem Grund natürlich vorrätig, der Räucherlachs (eigentlich Bestandteil des geplanten aber ins Wasser gefallenen Heilig Abend Menüs) im Kühlschrank – es stand der Suppe nichts im Weg.

    WUN – DER – BAR! Würzig, cremig, sättigend, fein, würzig …

    Nachkochen! Kommt sofort ins Standardrepertoire.

    Und hier das Rezept – übernommen von Petra, schaut bei Ihr vorbei, sie hat ein schönes Tageslicht-Foto der Suppe, bei mir ist es nur im Schein der Christbaumlichter entstanden:

    KartoffelLachsTopf

    Kartoffel-Räucherlachs-Topf

    • 1 Esslöffel Butter
    • 1 Zwiebel, fein gehackt
    • 750 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt (bei mir Sieglinde)
    • 500 ml Hühnerbrühe
    • 500 ml Milch
    • 300 g Räucherlachs, in Streifen zerteilt
    • Salz
    • Pfeffer
    • 1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt
    • 1/2 Zitrone, den Saft

    Zwiebel in der Butter anschwitzen, dann Kartoffeln, Milch und Brühe zugeben und köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.(Kurz den Stabmixer reinhalten, daß nur ein Teil der Kartoffeln zerkleinert wird. Dann wird die Suppe schön cremig, aber man hat noch Stücke.)

    Lachs und Petersilie in den Topf geben, alles heiss werden lassen, dann kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Zitronensaft abschmecken.

  • Hauptspeise,  Suppe

    Gulaschsuppe

    Ich habe nicht viele “Fertiggerichte” in meiner Kühltruppe – neben Kartoffelsuppe, Semmelknödeln, und Lammeintopf, gehört dazu nur die Gulaschsuppe. Das liegt vor allem daran, daß die Gefriertruhe nicht besonders groß ist, aber auch daran, daß ich meistens – im Sommer fast ausschließlich – frisch koche.

    Aber im Winter gibt es Abende, da wird es z.B. beruflich spät, aber etwas warmes wollen wir doch haben. Wie z.B. am letzten Sonntag, als wir von einer Kurzreise zurückkamen. Da greife ich gerne in die Truhe.

    Ich mag “leichtere” Gulaschsuppen, nicht mit Majoran überwürzt und zu dick. Hier das Rezept der letzten Charge – es variiert von Mal zu Mal.

    Gulaschsuppe Teller

    Gulaschsuppe
    6 Portionen

    • 4 Schalotten, in Halbringe geschnitten
    • 750 g klein geschnittenes Rindfleisch, eher mager
    • 750 g festkochende Kartoffeln (bei mir Moossieglinde), in Stücke geschnitten
    • 1 kleine Dose Tomaten
    • 3 kleine Zucchini, geschält und in Stücke geschnitten
    • 4 Zweige Thymian
    • Fleischbrühe (ca. 1 – 1 1/2 Liter)
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • Olivenöl

    Schalotten in Oliven anschwitzen, etwas Farbe nehmen lassen. Fleisch zugeben. Rundrum anbraten. Kartoffel- und Zucchiniwürfel zugeben, ebenso die Dosentomaten und den Thymian. Mit Fleischbrühe aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Kräftig würzen. Leicht köcheln lassen, mindestens 1 Stunde.

  • Hauptspeise,  Suppe

    Bohnensuppe

    Gestern – 12°C und Dauerregen in München. Da ist die Lust auf Gazpacho, Salat oder ähnlichen Sommergerichten nicht besonders groß.

    Im Ofen backendes Kartoffelbrot erwärmte und “beduftete” schon morgens die Wohnung – jetzt fehlte nur noch die Beilage. Bei Ulrike fand ich eine Bohnensuppe, die paßte ganz hervorragend. (Nur die Mettwurst mußte ich ersetzen, hier gibt es keine guten. Aber ein bißchen magerer Speck schmeckte gut.)

    Bohnensuppe

     

    Bohnensuppe
    3 Personen

    • 500 g grüne Bohnen
    • 2 Kartoffeln
    • 1 Zwiebel
    • 1 kleiner Lauch
    • 1/2 TL Salz
    • 1 EL Mehl
    • 25 g Butter
    • 2 EL Gehackte Petersilie
    • 3 EL Crème fraîche
    • Pfeffer, Piment d’Espelette
    • Einlage: Magerer Speck

    Bohnen putzen, waschen sie und sie in einen Zentimeter lange Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und sehr fein würfeln. Zwiebel abziehen und fein hacken. Den Lauch waschen und nur das Weiße und das Hellgrüne fein schneiden.

    Das Gemüse zunächst ohne die Kartoffelwürfel in einen Topf mit 1,25 l Wasser und dem Salz geben. Nach etwa 15 Minuten Kochzeit die Kartoffeln hinein geben. Nach weiteren zehn Minuten das Gemüse durch ein Sieb abgießen und das Kochwasser auffangen.

    Mehl in der Butter andünsten und nach und nach das Gemüsewasser unterrühren, bis eine sämige Soße entstanden ist. Durch ein Haarsieb zum Gemüse passieren.

    Alles noch einmal etwa fünf bis zehn Minuten kochen lassen, würzen, Petersilie darüber streuen und einen Klacks Crème fraîche und fein geschnittenen Speck auf jede Portion geben.

  • Fleisch,  Hauptspeise,  Suppe

    Surhaxerl-Eintopf

    Merkt Ihr? Es ist momentan wenig Zeit … zum Rezepte blättern, zum Einkaufen, zum Kochen, zum Schreiben, zum Bloggen, zum Kommentieren. Mir fehlen einfach die momentan mit Arbeit gefüllten Wochenenden. Ich hoffe, Ihr haltet mir trotzdem weiterhin die Treue?! 🙂 Die Zeiten werden sich auch wieder ändern. Versprochen.

    Hier nun ganz kurzfristig unser gestriges Abendessen: Das Surhaxerl beim Biometzger, das Rezept aus der Sendung “Kochkunst mit Vincent Klink” im Kopf, der Rest daheim. Schnell, fein, warm … dazu ein Glas Bier:

    Eisbein Eintopf

    Eisbein-Eintopf
    Rezept für 2 Personen

    • 1 Zwiebel
    • 1 Lorbeerblatt
    • 2 Gewürznelken
    • 1 Eisbein (gepökelte – bei mir vordere – Schweinshaxe)
    • 500 g Kartoffeln, fest kochend
    • 1 Schalotte
    • 1 Möhre (wg. Allergie bei mir ohne)
    • 60 g Sellerie (wg. Allergie bei mir ohne)
    • 60 g Lauch
    • 1 EL Butter
    • 3 Stiele glatte Petersilie
    • 1/2 Bund Schnittlauch
    • etwas Salz, Pfeffer, Muskat

    Die Zwiebel schälen, mit einem Lorbeerblatt und Nelken spicken. Einen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen, das Eisbein und die gespickte Zwiebel zugeben und ca. 1 Stunde weich kochen.

    Das weich gekochte Eisbein etwas auskühlen lassen, den Kochfond zur Seite stellen. Kartoffeln schälen, in 1 cm große Würfel schneiden.
    Schalotte schälen und fein schneiden. Karotte und Sellerie schälen und in sehr feine Würfel (ca. 3 mm) schneiden. Lauch putzen und waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden.

    In einem Topf mit 1 EL Butter die Schalotte anschwitzen, Karotte und Sellerie zugeben und kurz anschwitzen, jedoch nicht bräunen. Vorbereitete Kartoffelwürfel ebenfalls zugeben und mit 500 ml Kochfond auffüllen. Die Gemüsewürfel ca. 15 Minuten köcheln. Dann Lauch zugeben und nochmals ca. 5 Minuten köcheln, bis alles Gemüse weich ist.

    Das gekochte Eisbein vom Knochen lösen, alles Fett und auch die Haut sauber vom schieren Fleisch trennen. Das magere Fleisch mit der Hand behutsam in die einzelnen Muskelstränge teilen und in Würfel schneiden.

    Petersilie und Schnittlauch abspülen, trocken schütteln und fein schneiden. Fleisch und Kräuter zum Gemüse geben und den Eintopf mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.