• Unterwegs in Großbritannien

    GB – London im Januar – Tag 3

    Auch wenn wir am Vorabend (Berichte von Tag 1, Tag 2, Tag 4 und Tag 5) spät ins Bett kamen, waren wir am Montagmorgen wieder früh unterwegs. Wir hatten für 9 Uhr Einlasskarten für den Tower. Diese Besichtigung wollte ich unbedingt machen, nachdem ich sie mir dreißig Jahre früher wegen des Preises (und vor allem des Wechselkurses, der zu einem Eintritt vom gut 50 DM führte) nicht leisten wollte.

    Die Karten hatten wir vorab über das Internet gekauft. Das wäre theoretisch nicht nötig gewesen, es war wenig los.

    2018 London Tag 3 06

    2018 London Tag 3 08

    Innerhalb der Wall-Anlage

    Wir machten uns gleich auf den Weg durch den Innenhof zu den Kronjuwelen. Wir waren allein – wir und die Wachen. An den Kronjuwelen geht es langsam auf einem Roll-Band vorbei. Wir nutzten unseren Freiraum intensiv und liefen darauf vor und zurück, nahmen beide Seiten und besahen uns die Steine intensiv. Wunderschöne und prunkvolle Arbeiten sind zu sehen. Große Empfehlung!

    Fotos gibt es leider nicht, es ist verboten, Bilder zu machen.

    2018 London Tag 3 09

    Inzwischen regnete es kräftig, so daß wir auf den Wall-Anlagen nicht spazierten, sondern nur noch einige kleine Räume besichtigten und die Raben besuchten, die aber auch – ob des schlechten Wetters? – nur lustlos in der Ecke saßen.

    2018 London Tag 3 10

    2018 London Tag 3 07

    Wir nahmen einen Bus zurück nach Kensington und schauten uns London ein bißchen durch die verregneten Scheiben an. Ein Besuch des Victoria & Albert Museums bot sich bei diesem Wetter geradezu an. Vorher gingen wir aber ums Eck noch essen. Der Herr der Cucina wollte unbedingt im farbenfrohen Comptoir Libanais essen gehen. Ich tat ihm den Gefallen und holte mir auf dem Weg nur ein Sandwich. Beim Libanesen hätte ich mir wegen meiner Allergien sehr schwer getan. Er jedenfalls war sehr zufrieden mit dem Mittagsmenü in diesem kleinen, farbenfrohen Restaurant.

    2018 London Tag 3 04

    2018 London Tag 3 05

    Nach dem Mittagessen gingen wir zum Victoria & Albert Museum. Wir schlenderten durch ein paar Räume – unser eigentliches Ziel war aber die Balenciaga-Sonderausstellung. In einer sehr großen Retrospektive seiner bekanntesten Entwürfe wurde auch seine Inspiration auf andere Modeschöpfer gezeigt.

    2018 London Tag 3 03

    Endlich hatte es aufgehört zu regnen. Wir nutzen die Pause zu einem Spaziergang durch Kensington zu Harrods. Wir verbrachten einige Zeit im Haus, nicht nur in der Lebensmittelabteilung.

    2018 London Tag 3 01

    2018 London Tag 3 02

    Nach Harrods taten die Füße weh und wir waren so müde, daß wir den Bus zum Hotel nahmen, unterwegs noch zwei Flaschen Bier einpackten und den Abend lesend ausklingen ließen.

    Tower of London
    London, EC3N 4AB

    Eintritt im Januar 2018: 21,50 £ pro Person

    Comptoir Libanais
    1-5 Exhibition Rd, Kensington, London SW7 2HE, Vereinigtes Königreich

    Victoria & Albert Museum
    Cromwell Rd, Knightsbridge, London SW7 2RL

  • Unterwegs in Großbritannien

    GB – London im Januar – Tag 2

    Den zweiten Tag unserer Tour durch London (Tag 1, Tag 3, Tag 4, Tag 5), ein Sonntag, starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach ging es mit der U-Bahn bis Westminster. Wir wollten ein bißchen durch die Innenstadt bummeln, zum Mittagessen hatten wir eine Tischreservierung. Gleich in der Nähe unseres Startpunkts kamen wir an den Churchill War Rooms vorbei. Gerade waren die Türen geöffnet worden, es waren fast keine Besucher da. Kurzentschlossen besuchten wir das Museum ohne große Erwartungen.

    2018 London Tag 2 13

    2018 London Tag 2 12

    Es handelt sich dabei um die ehemals geheimen Kabinetträume der Briten während des 2. Weltkriegs. Aber nicht nur das. Wir bekamen einen Audioguide, der wirklich sehr gut war und viel Hintergrundinformation gab.

    2018 London Tag 2 11

    Kabinettszimmer

    2018 London Tag 2 08

    In den Gängen wurde angezeigt, wie das Wetter draußen ist.

    2018 London Tag 2 10

    Links oben: Zimmer von Churcill (inkl. Nachttopf), das direkt neben dem Kartenraum lag
    Rechts oben: Speisezimmer von Churcill
    Unten: Zimmer von Churcills Ehefrau

    2018 London Tag 2 09

    Küche

    2018 London Tag 2 07

    Plakat an der Wand im Aufenthaltsraum

    Die Enge und das Arbeiten in diesen kleinen und niedrigen Räumen während Bombenangriffen muß furchtbar gewesen sein. Das handwerkliche Arbeiten mit Landkarten, Karteikarten und normalem Telefon war wahrscheinlich mühsam. Es wurde viel geraucht – die Luft war sicher zum Schneiden.

    Nach gut 1 1/2 sehr interessanten und lehrreichen Stunden kamen wir wieder ans Tageslicht und liefen vorbei an der Horse Guard’s Parade zur Whitehall.

    2018 London Tag 2 06

    Eher zufällig bekamen wir den Wachwechsel der Horse Guards mit.

    2018 London Tag 2 05

    Vorbei am Trafalgar Square und dem Piccadilly Circus bummelten wir durch die Sträßchen rund um den Grosvenor Park, bewunderten alte Türen, gepflegte Stadthäuser, Backsteinfassaden. Mittags hatten wir einen Tisch im Boisdale of Mayfair reserviert, unserem Ziel am Ende des Spaziergangs durch das Viertel. Wir saßen lang und sehr gemütlich, aßen und tranken exzellent – ein Artikel folgt.

    2018 London - Boisdale 07

    Wir saßen so gemütlich, daß wir am Ende etwas hektisch ein Taxi nehmen mußten, um rechtzeitig zum Buckingham Palace zu kommen. Wir hatten Karten für eine der sehr selten und je nach An/Abwesenheit der Queen angebotenen Private Touren ergattert und mußten pünktlich sein. Mit dem Taxi klappte es aber problemlos, weil der Fahrer den Botschafter-Eingang kannte.

    2018 London Tag 2 04

    Nach zweimaliger Kontrolle der Personalausweise sowie einem Scan wie am Flughafen sammelte sich die kleine Runde in einem Zimmer im Erdgeschoss des Buckingham Palace. Hier wurde uns auch sehr, sehr klar gemacht, daß keinerlei Fotos erlaubt wären. Erst wenn wir wieder außerhalb des Palastes wären, dürften wir Fotos machen. Ein Erinnerungsfoto mußte aber dann doch sein. 🙂 :

    2018 London Tag 2 03

    Begleitet wurden unsere kleine Gruppe von vier Damen, die genau aufpassten, daß wir alle beisammen blieben, die Türen vor und hinter uns schlossen, aber auch abwechselnd allerlei interessantes zum Palast erzählten. Als erstes ging es über den Innenhof “The Quadrangle” zum Grand Entrance. Hier gaben wir Taschen und Mäntel ab. Über die Staatstreppe kamen wir in den grünen Salon und den Thronsaal. Durch die 50 m lange Gemäldegalerie mit Gemälden z.B. von Rembrandt und Vermeer, die eigentlich der Verbindungsflur zwischen den Zimmern im 1. Stock ist, ging es in den Ballroom. Außerdem besichtigten wir zahlreiche Nebenzimmer, aber auch den Speisesaal, den blauen und den weißen Salon. Danach nahmen wir wieder eine der großen Treppen hinunter in den Haupteingangsbereich, wo wir zum Abschluß ein Glas Champagner bekamen und die Damen für Fragen zur Verfügung standen. Ohne Zeitdruck konnten wir flanieren, im kleinen aber sehr feinen Souvenirshop noch etwas einkaufen (ich bin jetzt im Besitz einer sehr edlen, bestickten Küchenschürze) oder einfach nur alles auf uns wirken lassen. Dann wurden wir einzeln oder als Paar von einem Bediensteten durch den Innenhof und durch das Tor unter dem berühmten Ostbalkon zum Haupteingang hinausbegleitet – während die Touristen wohl dachten “Wer kommt denn da heraus?” 🙂

    Insgesamt war es eine sehr interessante aber auch lustige Tour, die wir nicht missen möchten. Man muß dafür kein Royal-Fan sein.

    2018 London Tag 2 02

    Für uns war der Tag aber noch nicht zu Ende. Wir hatten Plätze in renommierten “Ronnie Scott’s Jazz Club” in Soho reserviert und hörten ein tolles Konzert von “Brubecks Play Brubeck, featuring Darius, Chris and Dan Brubeck plus special guest Dave O’Higgins”. Die Söhne von Dave Brubeck spielten Titel ihres Vaters. Vielen von Euch ist sicher Take Five bekannt.

    2018 London Tag 2 01

    Nach dem Konzert schlenderten wir noch etwas durch Soho und nahmen dann vom Piccadilly Circus die U-Bahn Richtung Hotel. Ein voller, toller Tag!

    Churchill War Rooms
    Clive Steps, King Charles Street
    London SW1A 2AQ

    Eintritt im Januar 2018: 22 £ pro Person

    Buckingham Palace
    State Room Tour – Winter Private
    (Kontingente kommen immer wieder überraschend und kurzfristig auf die Webseite. Im August, wenn die Queen immer in Scotland ist, gibt es immer Karten für die kleine State Room Tour.)

    Eintritt im Januar 2018: 88 £ pro Person

    Ronnie Scott’s Jazz Club
    47 Frith Street, Soho
    London W1D 4HT
    Reservations T: +44 (0)20 7439 0747

    Ticket im Januar 2018 für Brubeck play Brubeck : 47 £ pro Person

  • Unterwegs in Großbritannien

    GB – London im Januar – Tag 1

    Im Januar 2018 waren der Herr der Cucina und ich kurz entschlossen für fünf Tage (Berichte Tag 2, Tag 3, Tag 4 und Tag 5) in London. Nach 1990 war es erst der zweite Besuch in London. 1990 war der Wechselkurs so schlecht und unser Budget nicht groß genug, wir konnten uns sehr wenig leisten und waren frustriert. Der Besuch des Towers kostete damals umgerechnet 50 DM, das war uns zu viel. Nicht mal gut essen waren wir – und das gönnten wir uns als Studenten eigentlich immer.

    Dieses Mal waren Besichtigungen, Restaurants, ein Musical- und ein Jazz-Club-Besuch geplant. Außerdem hatte ich unglaublicherweise zwei Karten für die Private-Tour durch den Buckingham Palace ergattert. Aber dazu im Bericht über den zweiten Tag mehr.

    Beginnen wir von vorn. Samstagmorgens ging es von München mit der Lufthansa direkt nach London Heathrow. Alles war pünktlich, die S-Bahn, der Abflug, die Landung. Selbst das Gepäck drehte schon Runden, als wir aus dem Zoll kamen. Die Briten haben ihre Grenzkontrollen massiv ausgebaut – die Einreise erinnert schon sehr an die USA.

    2018 London Tag 1 06

    Mit der Piccadilly Line ging es in die Innenstadt bis zur Haltestelle Earl’s Court in Kensington. Hier lag nahe bei der Station unser K+K Hotel George, eine Empfehlung von Croco. Eine sehr gute Wahl, ein Artikel zu diesem Hotel kommt noch. Wir konnten unser Zimmer gleich beziehen, uns etwas frisch machen und dann ging es weiter in die Stadt. Die U-Bahn brachte uns zur Haltestelle Mansion House. Wir spazierten vorbei an der St. Paul’s Cathedral, dem Hauptquartier der Heilsarmee und die sehr volle Millenium Bridge zur Tate Modern.

    2018 London Tag 1 05
    2018 London Tag 1 07

    Die Tate Modern war voll, zu voll, so daß wir nur durch wenige Räume schlenderten, die Aussicht von oben auf die Themse genossen und eine Kleinigkeit tranken. Dem großen Pendel in der Eingangshalle und der Rampe darunter mit den spielenden Kindern schauten wir eine ganze Weile zu.

    2018 London Tag 1 04

    Danach ließen wir uns treiben, liefen ein Stück an der Themse entlang und kamen an den Überresten des Winchester Palace vorbei:

    2018 London Tag 1 03

    Eher zufällig landeten wir am Borough Market – einem der ältesten Lebensmittelmärkte Londons, dessen Anfänge im 13. Jahrhundert liegen. Inzwischen gibt es aber vor allem fertiges Essen, unverarbeitete Lebensmittel findet man nur noch wenige. Wir aßen ein paar Kleinigkeiten, probierten sehr gutes Brot und nahmen danach die U-Bahn zum Parlament.

    2018 London Tag 1 02

    Inzwischen war es schon dunkel geworden, so daß wir nur noch ein bißchen die Aussicht auf London Eye und die Themse genossen, dann aber müde vom langen Tag Richtung Hotel fuhren. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Stop in einem Pub. Das Hotelzimmer mit seinem Bett hatte eine große Anziehung auf uns.

    2018 London Tag 1 01

  • Was ganz was anderes

    #wmdedgt – Ausgabe Dezember 2018

    Ein langer und unaufgeregter Bürotag – aber für #wmdedgt protokolliere ich ihn soweit möglich.

    Der Wecker klingelt um 5.55 Uhr und um 6.05 Uhr. Aufstehen, im Arbeitszimmer Licht machen und den Rechner hochfahren – es ist viel zu tun. Dann Küche, Frühstücken. Der Herr der Cucina verabschiedet sich. Ich setze mich direkt ans Notebook und verschicke ein wichtiges Mail. Gestern abend im Bett fiel mir ein, daß es noch im Entwurf-Ordner liegen geblieben war. Dann überweise ich mir eine meiner November-Rechnungen vom Kundenkonto. Ein Vorteil meines Jobs – nach Freigabe durch den Kunden geht das sehr zügig. Ich surfe 10 Minuten durch das Netz, bleibe bei Auftragsmalereien hängen und finde eine Künstlerin, die Wandmalereien in Schwimmbädern anfertigt. Die Adresse speichere ich in Evernote – kann ich sicher einmal beruflich brauchen.

    Dann aber schnell schnell ins Bad, die Zeit ist knapp. Seit Anfang November arbeite ich (zu) viel, der Backlog (wie es neudeutsch so schön heißt) ist immens, ich muß wenigstens die akuten Sachen vom Tisch bekommen. Für den Rest werden die Tage vom 20. Dezember bis Anfang Januar herhalten müssen. Auf dem Weg ins Bad klingelt das Telefon (7.31 Uhr) – Kunde 1 ruft an. Wir vereinbaren einen Telefontermin nach 17 Uhr. Nach dem Bad schreibe ich ein paar Mails, packe mein Rollköfferle und ab gehts zum Auto. Der Zahnarzt wartet.

    Ein Stück Zahn war mal wieder abgebrochen, deshalb muß eine Keramikfüllung entfernt und neue eingebaut werden. Eigentlich ein Termin von 30 Minuten. Insgesamt werkelt der Zahnarzt faßt eine Stunde. Es ist – wie immer bei meinen Zähnen – nicht so einfach.

    Danach ab und weiter nach Grünwald. Auf dem Weg hole ich zwei belegte Semmeln für die Zeit nach dem Abklingen des Taubheitsgefühls. Der Kunde meint, ich sähe sehr lädiert aus. Ob ich überhaupt arbeiten könne und wolle. Muß ja. Also mitten rein in Papierberge. Wir sind mit unserer Besprechung am Nachmittag fertig. Auf dem Heimweg esse ich meine Semmeln und höre den letzten Teil des Podcasts “Täter unbekannt” vom NDR. (Große Empfehlung – ich hörte schon Staffel 1 und mag das Format) Ich halte unterwegs an einer Friedhofsgärtnerei in Giesing und kaufe Tannenzweige, mit denen ich den Leuchter über dem Esstisch dekorieren will.

    Endlich daheim packe ich wieder Berge von Papier aus, ziehe bequeme Kleidung an, mache mir Tee und setze mich an den Schreibtisch. Ich schreibe einige für die Empfänger nicht sehr erfreuliche Mails, tätige Überweisungen und telefoniere mehrfach. Der frühmorgens vereinbarte Telefontermin findet statt, der Kunde ist mit dem Zwischenergebnis zufrieden.

    Dann wieder weiter mit Mails und Excel-Sheets. Ich erwarte wütende Anrufe auf meine Mails, die nicht eintreffen. Auch gut. Dann kommen sie morgen, aber sie werden kommen.

    Da meine Zähne noch nicht schmerzfrei sind, gibt es heute abend “weiche Kost“. Inzwischen ist der Herr der Cucina gekommen. Wir räumen die Küche auf und kochen gemeinsam. Während des Abendessens klingelt es an der Tür, der 3 1/2 jährige Nachbarsjunge ist ganz aufgeregt. Er macht uns darauf aufmerksam, daß unsere Schuhe noch nicht vor der Tür stehen. (Nikolaus naht.) Wir können ihn beruhigen und er verspricht uns, morgen zu klingeln und uns zu zeigen, was der Nikolaus gebracht hat.

    Die Spülmaschine wird gestartet, ich telefoniere mit meinen Eltern. Dann stellen wir die Schuhe vor die Türe und füllen sie auch noch gleich. Damit auch wir morgen etwas zum Vorzeigen haben. 🙂

    Ein paar letzte berufliche Mails, dann schreibe ich diesen Eintrag und fahre ich den Rechner runter. Es ist kurz vor 21 Uhr. (Und daß ich erst am Freitag merke, daß ich den Post nicht veröffentlicht habe, sagt viel über meine Arbeitslast im Moment aus.)

    Danach geht es kurz vor den Fernsehen und dann ganz schnell ins Bett. Gute Nacht.

  • Was ganz was anderes

    #12von12 – Ausgabe November 2018

    Schon sehr lange gab es kein #12von12 auf dem Blog – aus Instagram könnt Ihr es aber immer finden. Kurzgefaßt: 12 Fotos vom 12. des Monats – alle Bildergeschichten gesammelt bei Caro von Draußen nur Kännchen.

    2018 November 12von12 01
    Wie immer startet der Tag morgens kurz nach 6 mit Milchkaffee.

    2018 November 12von12 02
    Arbeitstag – Meeting in der Sendlinger Straße

    2018 November 12von12 03
    Danach geht es weiter nach Grünwald – wettertechnisch ein Traumtag.

    2018 November 12von12 04
    An einer Hauswand in Grünwald.

    2018 November 12von12 05
    Auf den Kunden warten – in der Sonne. Noch ein bißchen auftanken.

    2018 November 12von12 06
    Auch das Auto will aufgetankt werden.

    2018 November 12von12 07
    Das unterwegs gekaufte Hackfleisch zu Bolognese verarbeiten und dann lange köcheln lassen.

    2018 November 12von12 08<
    Dann geht es an den Schreibtisch – versüßt durch einen Wochenend-Kuchen-Rest.

    2018 November 12von12 09
    Abendessen

    2018 November 12von12 10
    Fernseh-Weinbegleitung

    2018 November 12von12 11
    Wecker um 4 Uhr. Zu Früh.

    2018 November 12von12 12
    Trotzdem noch zwei, drei Seiten auf dem Kindle. Gute Nacht.

  • Was ganz was anderes

    #wmdedgt – Ausgabe November 2018

    Es ist kein aufregender Tag, dieser 5. November 2018 – aber für #wmdedgt protokolliere ich ihn soweit möglich.

    Seit Oktober klingt der Wecker 10 Minuten früher – um 6:05 Uhr. Der Herr der Cucina hat einen neuen Kunden und geht deshalb früher außer Haus. Aber außer dieser Neuerung verläuft alles wie immer. Er macht Kaffee, geht danach ins Bad, ich richte den Rest des Frühstücks her. Wir frühstücken gemeinsam. Ich gehe ins Bad, während er das Haus verläßt. Duschen, anziehen, dann geht es für mich wie jeden Montag zur Krankengymnastik. Der Titanarm von letztem Jahr ist seit gut drei Wochen kein Titanarm mehr, aber die Beweglichkeit ist aufgrund der nochmals recht großen OP etwas eingeschränkt. Die 20 cm lange Narbe trägt ihr übriges dazu bei. Ich bin dankbar für diese Krankengymnastik und profitiere sehr.

    Nachdem ich das Wochenende vor allem beruflich am Schreibtisch verbracht habe, “gönne” ich mir nach der Krankengymnastik eine Stunde auf dem Balkon und mache ihn winterfest. D.h. ich fege Laub zusammen, verstaue Tisch und Stühle in der Ecke, packe Rosen und Apfelbaum in Luftpolsterfolie ein.

    Zurück am Schreibtisch checke ich Mails, telefoniere mit Kunde 1 und Kunde 2. Ich mache mir danach Bratkartoffeln und ein Spiegelei. Und wieder ab ins Bad – Schminke und Business-Kleidung warten auf mich.

    Das Telefon klingelt noch einmal. Ich hatte über die Homepage von Fiat ein Autohaus vor Ort um Anruf und Angebot gebeten. Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal einige Begegnungen aus der Hölle mit dem stationären Handel und dann das Auto im Internet gekauft. Dieses Jahr wollte ich es noch mal versuchen. Und scheiterte wieder kläglich. Die Dame war nicht willens, mich zu unterstützen und mir die fehlenden Auskünfte zu beschaffen. Nun denn. Dann kaufe ich das Auto eben wieder im Internet.

    Mit dem Auto geht es nach Grünwald. Auf dem Weg entsorge ich Flaschen und Plastik, telefoniere mit drei Rechtsanwälten, leere den Briefkasten von Kunde 3 und treffe mich danach mit Kunde 4. Wir trinken Kaffee, diskutieren über die Immobilienpreise in München, die Aktienmarktauswirkungen der Midterms morgen und den Brexit. Danach erledige ich für ihn einiges am Rechner.

    Auf dem Rückweg muß ich ein Einschreiben bei der Post abholen. Wie immer sind in Grünwald alle Schalter besetzt und fast keine Kunden da. Ich sinniere seit Jahren über den Grund. Lebt einer der Post-Vorstände in Grünwald? Haben sich einflußreiche Bürger Grünwalds an passender Stelle beschwert? Auch in der Weihnachtszeit ist diese Postfiliale ein Grund zur Freude (keine Ironie!).

    Zuhause telefoniere ich wieder, öffne Post, schreibe Mails … Der 3 jährige Nachbarjunge klingelt. Ob ich Zeit hätte ein Buch vorzulesen? Nein, habe ich eigentlich nicht. Wir lesen das Dschungelbuch. Danach versorge ich ihn mit einer kleinen Tüte Gummibärchen. Nachdem er weg ist, wieder Schreibtisch …

    Der Herr der Cucina kommt nach Hause, wir kochen gemeinsam Nudeln mit einer Gemüse-Pilz-Sauce, schauen die 19 Uhr Nachrichten und berichten uns gegenseitig von unserem Tag.

    Danach noch einmal Schreibtisch. Termine morgen wurden verschoben, der Nachmittagstermin findet vormittags statt. Wie immer arbeite ich kurz vor knapp und hatte die Vormittagsstunden zur Vorbereitung geplant. Wie immer klappt es aber trotzdem. Ich packe mein Rollköfferchen. Der Abend endet vor dem Fernseher. Eine Stunde bleibt noch, bevor es ab ins Bett geht. Die Nacht ist traumlos und der Schlaf ohne Unterbrechung.

  • Bayern,  Restaurants,  Unterwegs in Deutschland

    Wiesn 2018 – Ein Rückblick in Bildern

    Wie jedes Jahr waren wir ziemlich oft auf der Wiesn, mal mittags, mal abends – am Wochenende und unter der Woche. Unsere bevorzugten Zelte sind wie seit Jahrzehnten die Ochsenbraterei, das Weinzelt und das Löwenbräuzelt. Etwas neues haben wir aber auch ausprobiert – wir waren das erste Mal auf der Oidn Wiesn und haben im Festzelt “Tradition” gegessen.

    Eine kleine kulinarische Rückschau auf zwei Wochen Wiesn:

    2018 Wiesn 16

    Jennerweinpfand’l (Medaillons von Reh, Wildhase und Hirschrücken) in Wacholderrahm
    auf Edelschwammerl mit Rosenkohl, handgeschabten Bio-Eierspätzle und eingemachten Preiselbeeren – mein Standard-Anstich-Gericht im Weinzelt

    2018 Wiesn 05

    Dry aged Entrecôte  mit Rosmarinkartoffeln, gegrilltem Gemüse, Kräuter-Chili-Pesto unter der Woche mittags im Weinzelt

    2018 Wiesn 15

    Auch unter der Woche im Weinzelt: Das Wiener Schnitzel

    2018 Wiesn 03

    Der Himmel in der Ochsenbraterei

    2018 Wiesn 04

    Vorspeisenbrett für drei Personen – der Beginn eines Abends unter Freunden in der Ochsenbraterei

    2018 Wiesn 07

    Rinder Hochrippe, rosa gebraten mit Bio-Kartoffel-Gurken-Salat – in der Ochsenbraterei, mittags mit Freunden und Familie

    2018 Wiesn 08

    Zartes Rinderfilet mit Pfeffersoße, Gartengemüse und überbackene Bio-Kartoffeln – in der Ochsenbraterei

    2018 Wiesn 06

    Montagmittags – der Blick vom Balkon der Ochsenbraterei auf eine ruhige Wiesn

    2018 Wiesn 13

    Im Festzelt “Tradition” auf der Oidn Wiesn.

    2018 Wiesn 12

    Schweinebraten und Hendl im Festzelt “Tradition”

    2018 Wiesn 11

    Das erste Mal Armbrust-Schießen …

    2018 Wiesn 10

    … mit einem sehr guten Ergebnis.

    2018 Wiesn 02

    Am letzten Sonntag im Löwenbräuzelt – Hirschgulasch, Ente, Hendl und Kalbsbrust

    2018 Wiesn 01

    Und da ich etwas kränklich zuhause auf der Couch lag, brachte mir der Herr der Cucina die Wiesn nach Hause. <3

    2018 Wiesn 09

    Servus, Bavaria, bis nächstes Jahr!

  • Hotels,  Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – San Cassiano – Residence Vally

    Während unseres Dolomiten-Urlaubs wohnten wir in einer Ferienwohnung. Als wir uns im Internet ein gutes halbes Jahr vorher auf die Suche machten, gab es ein paar Kriterien für unsere Entscheidung: 2 Zimmer, eine ordentlich ausgestattete Küche, Balkon, Nachmittagssonne, Internet …

    2017 Dolomiten Residence Vally 02

    Der kleine mit Geranien bepflanzte Holzbalkon unter dem Anbau war unserer.

    Gefunden haben wir alles in der Residence Vally in Costadedoi, einem kleinen Vorort von Sankt Kassian. Am Anhang und etwas oberhalb der Talstraße gelegt ist das Haus ruhig und hell. Das Anwesen ist sehr gepflegt und sauber, die Wohnung sehr gut ausgestattet. Die Internet-Seite des Appartement-Hauses stimmt völlig mit der Situation vor Ort überein – ich mag das.

    2017 Dolomiten Residence Vally 06

    Blick aus unserem geschützten Balkon, den wir am Nachmittag nach dem Wandern immer zum Lesen nutzten …

    2017 Dolomiten Residence Vally 01

    … und für den Aperitif in der Abendsonne

    2017 Dolomiten Residence Vally 04

    Wohnzimmer

    2017 Dolomiten Residence Vally 03

    Angrenzende Küche

    2017 Dolomiten Residence Vally 05

    Schlafzimmer

    Wir waren sehr zufrieden mit unserem Appartement (Typ C Superior 48 m², ein Doppelzimmer, Schlafcouch im Wohnraum, separate Küche, Badezimmer mit Dusche, großer privater Südbalkon) und bezahlten im Ende August/Anfang September 2017 pro Nacht 98 Euro. Dazu kamen nur noch 50,00 Euro pro Apartment für die Endreinigung.

    Residence Vally
    Costadedoi Str. 67
    39030 St. Kassian (Abtei) – San Cassiano

    Tel. +39 0471 847001
    Fax +39 0471 844969
    request@residencevally.it

  • Südtirol,  Unterwegs in Italien

    I – Badia – Rundwanderung Heilig Kreuz

    Noch eine kleine Wanderung habe ich für Euch in der Umgebung von La Villa. Wir waren wie immer sehr früh morgens unterwegs und wollten eine Rundwanderung unterhalb des Heilig-Kreuz-Kofels unternehmen.

    In Badia ging es mit dem Sessellift zu Mittelstation des Heilig-Kreuz-Kofels.

    2017 Heilig Kreuz 01
    An der Mittelstation nahmen wir aber nicht den zweiten Sessellift zur Bergstation, sondern wanderten den Weg bergauf parallel zur Bahn. 45 Minuten später erreichten wir die Bergstation. Der Weg hierher bietet viele schöne Ausblicke:

    2017 Heilig Kreuz 03
    2017 Heilig Kreuz 05
    Der Aufstieg ist auch an Kalvarienberg, an dessen Ende uns die Heilig Kreuz Kirche erwartete.

    2017 Heilig Kreuz 04
    2017 Heilig Kreuz 07
    2017 Heilig Kreuz 08

    Empore

    2017 Heilig Kreuz 09

    Hier hört jeder mit.

    2017 Heilig Kreuz 10

    Neben der Kirche befindet sich die Rifugio La Crusc mit kleinem Gastraum, Übernachtungsmöglichkeiten und exzellentem Speck.
    2017 Heilig Kreuz 13
    2017 Heilig Kreuz 11
    2017 Heilig Kreuz 12
    Wir machten nur eine kurze Rast und schauten uns eine Tafel mit den verschiedenen Aufstiegsrouten zum Heilig Kreuz Kofel an – hinterlegt mit Namen der Erstbesteiger:
    2017 Heilig Kreuz 15
    2017 Heilig Kreuz 14

    Wir liefen lieber abwärts Richtung “Costalta/Oies”. Eine gute Stunde waren wir über Stock und Stein und durch den Wald unterwegs, bis ein Weg wieder Richtung Mittelstation rechts abbog.

    2017 Heilig Kreuz 18
    Das Highlight der Wanderung kam für uns überraschend – der Lago da Le. Ein kleiner See mitten im Wald, so ruhig, so still, so wunderschön. Wir saßen hier sehr lang, bevor wir zur Mittelstation zurückgingen. (Da dieser Weg nur 10 Minuten benötigt, sind wir am letzten Urlaubstag noch einmal zur Mittelstation gefahren, und haben die Mittagszeit mit einer Brotzeit am See verbracht.)

    2017 Heilig Kreuz 17
    RIFUGIO LA CRUSC
    Loc. La Crusc, 1
    39036 Badia (BZ)
    Tel. 0471 839632

    s.croce@lacrusc.com

    Und das war die letzte Wanderung unseres Dolomiten-Urlaubs 2017.

    2017 Heilig Kreuz 19

  • Unterwegs in Italien

    I – San Cassiano – Wanderung zur Scotoni Hütte

    Mit meinen Eltern war ich 1976 schon einmal in La Villa. Eine der Wanderung führte uns mit der Seilbahn auf den Lagazuoi. Danach ging es bergab über die Scotoni-Hütte nach Armentarola.

    2017 Scotoni 15

    Ich trage mich hochkonzentriert ins Gipfelbuch ein – neben mir Papa.

    2017 Scotoni 16

    Vor der Hütte mit meinem Papa, meiner Mama und einer Bekannten meiner Eltern.

    Knapp 40 Jahre später wollte ich mit dem Herrn der Cucina eigentlich die gleiche Tour noch einmal machen. Dann kam mein Armbruch dazwischen und ich traute mir die ganze Wanderung nicht zu. Deshalb wählten wir eine kleinere Runde. Wir starteten bei der Capanna Alpina.
    2017 09 Scotoni 14

    Capanna Alpina

    2017 09 Scotoni 13

    Das Wandergebiet ist an der Capanna Alpina auf eine große Steinplatte gemalt.

    2017 09 Scotoni 01

    Durch dieses Tal geht es aufwärts durch den Naturpark Fanes-Sennes-Prags:

    2017 09 Scotoni 12
    2017 09 Scotoni 10

    Im Rücken habe wir die durch die Morgensonne beschienene Fanes Gruppe mit dem Piz Cunturines.

    2017 09 Scotoni 08
    Wir waren die ersten Gäste am Morgen und genossen am selben Platz, an dem ich mit meinen Eltern saß, die Sonne, den Cappucchino und die umliegende Bergwelt. Ein bißchen wegmütig wurde ich, als die ersten Wanderer vom Gipfel des Lagazuois eintrafen. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.
    2017 09 Scotoni 07

    Für ein Mittagessen war es noch zu früh.

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    Zurück nahmen wir den gleichen Weg wie hinauf – vorbei an den Haustieren der Scotoni-Hütte:

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    An der Capanna Alpina angekommen, erwartete uns wieder “heimisches” Fleckvieh:

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    Insgesamt eine kleine, schöne Wanderung mit steilen Abschnitten auf breiten Wegen.

    Scotoni Hütte
    Alpe Lagazuoi, 2
    39036 San Cassiano (BZ)
    Alta Badia Südtirol
    Telefon +39 0471 847330
    info@scotoni.it