• Uncategorized

    Dinner for One IX – Knödel-Gröstl


    Ich habe mich der Reste des Brezen-Serviettenknödels vom Wochenende “angenommen”:

    Ihn in Scheiben und dann in Viertel geschnitten, in etwas Butter angebraten, hauchdünn und klein geschnittenen gekochten Schinken dazugegeben, mit Pfeffer gewürzt und ein verkleppertes Ei darüber verteilt und mitgebraten. Zum Servieren noch etwas Schnittlauch darzugeben – genau richtig für ein schnelles Mittagessen an einem Home-Office-Tag.

    Knoedel Pfanne
    Groestl fertig


    Vor einem Jahr in der Cucina: Weihnachtsplanung – FERTIG!
    (letztes Jahr war die Planung fertig, dieses Jahr setze ich mich heute dran)
  • Uncategorized

    Faisan à l’étouffée


    Dieses Rezept hatte ich mal beim Fernsehsender Arte mitgeschrieben – bei der Reportage ging es um Kapaune aus der Bresse. Kapaune gibt es zwar im Moment, sind aber für uns zwei doch ein bißchen zu groß.
    Beim Stadtmetzger gabs aber einen Fasan, der “irgendwie” verarbeitet werden mußte. Also habe ich einfach mal diese Variante zum Garen von Geflügel ausprobiert. Dabei wird der Bräter mit Brotteig so hermetisch verschlossen, daß der Fasan ersticken (franz.: étouffer) würde, würde er noch leben. Der Teig schließt Flüssigkeit und Aromen ein, das Geflügel bleibt saftig. Eine schöne Variante, die ich in Zukunft sicher auch mit anderem Geflügel machen werde.

    (Ein bißchen hatte ich Angst um meinen Creuset-Bräter. Die Ränder habe ich sicherheitshalber eingeölt. Es war aber kein Problem, den Deckel abzunehmen. )

    Fasan fertig Teller

    Faisan à l’étouffée
    Erstickter Fasan
    2 Portionen

    Brotteig:

    • 500 g Mehl
    • 1 TL Salz
    • ½ TL Trockenhefe
    • 300 ml lauwarmes Wasser
    • 1 Fasan
    • 2 mittelgroße Zwiebeln (ggf. auch noch Karotten – geht bei mir aus Allergiegründen nicht)
    • 50 g Butter
    • 500 ml Sekt ( bei mir Crémant d’Alsace) oder Weißwein
    • Salz, Pfeffer
    • 3 Zweige Thymian

    Mehl und Salz in eine Schüssel sieben. Die Trockenhefe in dem Wasser auflösen, zum Mehl geben. Mehl und Wasser zu einem glatten, glänzenden Teig verkneten. Bis zur Weiterverwendung gehen lassen.

    Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

    Fasan Weinblatt
    Fasan roh

    Fasan außen und innen waschen, trocken tupfen. Die Zwiebeln schälen und grob hacken. Einen Bräter großzügig ausbuttern, Zwiebeln und Thymian auf den Boden geben und den Fasan darauf setzen. Mit Crémant d’Alsace aufgießen.

    Fasan Topf roh
    Fasan Topf roh Teig
    Fasan Topf zu

    Den Fasan würzen. Aus dem Brotteig eine lange Wurst formen, auf den Bräterrand rundrum auflegen und mit dem Deckel schließen.
    In den Ofen schieben und 50 Minuten garen.

    Fasan Topf Teigrand

    Warnhinweis:
    Beim Anheben des Deckels kommt unerwartet viel gestauer Dampf aus dem Topf. Also nicht erschrecken, und bewegt Euch zügig mit dem Deckel vom Topf weg.

    Vor einem Jahr in der Cucina: Wein – Cutizzi 2007 (Feudi)
  • Uncategorized

    Einfach nur Wachteln


    Wunderbare, französische, frische Wachteln beim Stadtmetzger.
    Im Ofen war die Geflügelpastete, aber Abendessen sollte auf den Tisch und viel Zeit blieb bis zur Abendveranstaltung auch nicht. Deshalb kamen die Wachteln nicht – wie normalerweise in den Ofen, sondern wurden in der Pfanne gebraten. Sehr lecker, sehr schnell – dazu ein kräftig mit Piment d’Espelette gewürztes Kartoffelgratin (immer ohne Käse, sondern leicht und fein mit Grenailles).

    Wachtel Kartoffelgratin

    Einfach nur Wachteln
    2 Portionen

    • 2 Wachteln
    • Salz, Pfeffer
    • 2 Zweige Thymian
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 EL Butter
    • 1/4 l trockner Weißwein
    Wachteln roh ganz

    Wachteln würzen, jeweils einen Zweig Thymian ins Innere geben. Öl mit Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Wachteln rundherum kurz, aber nicht zu kräftig anbraten, mit Weißwein ablöschen. Hitze reduzieren, Pfanne fast ganz schließen und die Wachteln ca. 20 Minuten garen lassen.
    Fertig.

    Wachtel Aufkleber
    Vor einem Jahr in der Cucina: Gebackene Dampfnudeln
  • Uncategorized

    Wein – Moscato d’Asti 2001 (Paolo Saracco)


    Die Weinrallye geht nach einer kurzen Pause weiter – das freut mich! Und die Aufgabe für die 28. Rallye ist es, einen Adventswein, einen Wein zum Christstollen, vorzustellen. Da fiel mir die Auswahl dieses Mal leicht:

    Ich habe im Sommer schon – als ich über einen Brachetto 2007 vom Castello di Poggio geschrieben habe – über den Moscato d’Asti von Saracco geschwärmt. Für mich ist dieser Moscato neben dem ‘Moscato d’Asti Bricco Quaglia’ von La Spinetta der beste, den es gibt.
    Mit knapp 5% Alkohol ist er nur halb vergoren, hat eine natürliche Restsüße und ist dadurch leichter und weniger süß als andere Dessertweine.

    Saracco Flasche 2001

    Normalerweise sollte man einen Moscato d’Asti eher jung trinken, der junge Saracco-Moscato ist süß, aber erfrischend, sehr fein, hat ein ausgeglichenes Säure-Süße-Spiel. Im hintersten Eckchen unseres Kellers habe ich ein Fläschen 2001er ausgegraben, eine vergessene Flasche! Also habe ich nicht den mit 2 Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichneten 2007er Jahrgang geöffnet, sondern den 2001er. Ein Versuch.

    Und ich wurde positiv überrascht. Es war zwar nur noch wenig Kohlensäure vorhanden, aber er war immer noch nicht süß, plump, pappig.
    Er ähnelte eher dem Moscato d’Autunno – dem edelsten Moscato aus dem Hause Saracco. Dieser ist ein Verschnitt aus den besten Trauben verschiedener Weinberge. Auch von diesem haben wir immer ein paar Flaschen im Keller.

    Für mich ist ein Moscato ein idealer Begleiter zu Nachspeisen, zu Plätzchen, Panettone, Christstollen im Winter, und natürlich einfach so auf Terrasse oder Balkon im Sommer. Bei uns gab es ihn zum Stollen-Parfait! Eine tolle Kombination.

    • Weingut: Paolo Saracco
    • Wein: Moscato d’Asti
    • Jahrgang: 2001
    • Verschluß: Korken
    • Alkohol: 5%
    • Land: Italien
    • Region: Piemont, Castiglione Tinella
    • Preis: 11,50 € in Deutschland, 9,50 € in Italien
    Vor einem Jahr in der Cucina: Poulet de Bresse

  • Uncategorized

    Wildhasen-Rücken mit Rotwein-Preiselbeer-Sauce


    Mein Stadtmetzger war letzte Woche im wohlverdienten Urlaub – aber seine Vertreter kennt meine Vorlieben auch, und so bekam ich letztes Wochenende zwei schöne Wildhasen-Rücken.

    Die gibt es nicht so oft zu kaufen, wie ich sie gerne hätte. Ich nutze aber im Winter diverse Geschäftsessen im Spatenhaus an der Oper dazu, im Restaurant im 1. Stock den dort auf der Karte stehenden, ausgelösten Hasenrücken immer wieder zu essen. Hmmmm … Bei Geschäftsessen fotografiere ich übrigens nicht. 😉

    Im Spatenhaus wird er mit Spätzle, gebratenen Pilzen, Rosenkohl und Wacholdersauce serviert. Bei uns gab es ihn mit Kartoffelbrei, Rosenkohl und Rotwein-Preiselbeer-Sauce.

    Ganz, ganz fein – dieses zarte, magere Fleisch, vorsichtig gebraten, innen noch rosa, mit leichtem Wildgeschmack! Das könnte ich jede Woche essen.

    Wildhase Teller

    Ausgelöster Wildhasen-Rücken mit Rotwein-Preiselbeer-Sauce
    2 Portionen

    • 2 kleine Wildhasenrücken
    • 1 EL Butter
    • Salz, Pfeffer
    • 100 ml Wildfond, Brühe oder zur Not auch heißes Wasser
    • 100 ml Rotwein
    • 1 EL eingemachte Wildpreiselbeeren
    • 1 kleiner Zweig Rosmarin
    Wildhase Rücken roh 

    Rücken vorsichtig auslösen. (Aus den Knochen ggf. einen Fond kochen.) Butter in einer Pfanne erhitzen, Rosmarin und die Rückteile zugeben.

    Wildhase Pfanne 1 

    Diese rundrum vorsichtig, nicht zu scharf anbraten. Würzen, mit Fond und Rotwein ablöschen.

    Wildhase Pfanne 2 

    Preiselbeeren unterrühren, abschmecken. Sauce reduzieren lassen. Fertig!

    Vor einem Jahr in der Cucina: Linzertorte
  • Uncategorized

    Advent

    Der Herr der Cucina und ich wünschen Euch allen ein wunderbaren ersten Advent und eine schöne Vorweihnachtszeit.

    Engel nah 

    Unser diesjähriger Adventskranz war für mich “Liebe auf den ersten Blick”. Und sogar dem Herrn der Cucina, der einem Adventskranz grundsätzlich mehr als skeptisch gegenüber steht, ihn aber jedes Jahr stillschweigend (na ja, mehr oder wenig – ein Spruch dazu kommt immer) duldet, gefällt der Engel.

    Adventskranz 

    Manchmal überraschen uns doch die Männer!

    Adventskranz ganz
  • Uncategorized

    Ein bißchen Weihnachten


    Ich hatte am Donnerstag in der Innenstadt drei Termine. Die Pause zwischen Termin 1 und Termin 2 nutzte ich für die Suche nach dem Abendessen, die Pause zwischen Termin 2 und Termin 3 wollte ich im Haushaltswaren-Fachgeschäfts meines Vertrauens verbringen, um mich mit einer möglichen, neuen Küchengerätschaft vertraut zu machen.
    Natürlich nur einfach so, ohne Kaufabsicht (har, har, Preis im Internet, das viele Zubehör, das schon serienmäßig dabei ist, etc. war schon geklärt und im Kopf gespeichert). Den Herrn der Cucina hatte ich schon im Vorfeld mit leichten Hinweisen auf die Möglichkeit der Neuanschaffung aufmerksam gemacht. Die Gegenwehr hielt sich aber erstaunlicherweise – was war das damals für ein Kampf bei der Kitchenaid Küchenmaschine – in Grenzen. “Was fliegt aus der Küche raus?” war die zu erwartende Frage, auf die ich natürlich eine durchdachte Antwort hatte. 😉

    Und so stapfte ich also in dieses besagte Geschäft und schaute mich “unverbindlich” um, um mir sofort eine wirkliche Fachfrau zu schnappen und noch ein paar Detailthemen und -Handhabungen erklären zu lassen. Die Kaufentscheidung war schnell gefallen. Kaufen wollte ich sie aber nicht sofort, denn irgendwie mußte das Teil ja auch nach Hause kommen (beim Termin 3 konnte und wollte ich damit nicht auftauchen) und … und … und …
    Aber an diesem Tag war Hausmesse, d.h. minus 15% … und dann gabs noch einen Gutschein … und dann war das Teil auch noch in der passenden Farbe da … und dann wurde es mir auch noch zum Auto gebracht … und dann konnte ich nicht widerstehen. 😉

    Kitchen Aid oben

    Und so habe ich mich gestern mit einem KitchenAid Food Processor selbst beschenkt – ein bißchen Weihnachten im Voraus. (Die Zitruspresse war gestern schon in Gebrauch. Morgen kommt die Maschine für eine Farce zum Einsatz.)

  • Uncategorized

    Gebratener Spanferkelrücken


    Diese Woche ist durch viel Arbeit und noch mehr Meetings geprägt, das kostet Zeit, wertvolle Essensplanungs-, Einkaufszeit. Also nutze ich die kurze Zeit zwischen zwei Terminen in der Innenstadt, werde meinem Land- und meinem Stadtmetzger untreu und kaufe ein kleines, wunderbares Stück Spanferkel-Rücken. Das kann, gleich nachdem ich nach Hause komme, im Ofen garen, während ich die Kleidung wechsle, die Waschmaschine fülle und am Schreibtisch noch ein bißchen Arbeit erledige.
    Es riecht nach kurzer Zeit hervorragend in der Wohnung.

    Ein schönes Abendessen ohne viel Aufwand!
    (Ich weiß: Man kann natürlich noch ein wenig mehr Arbeit in den Bratensatz und in die Kruste stecken, das passiert beim nächsten Sonntagsbraten mit Zeit. Aber auf diese Art und mit gutem Fleisch bekommt auch ein Anfänger einen guten Braten hin, ohne von zuviel Arbeitsschritte abgeschreckt zu werden.)

    P.S.
    Eine ruhige Hand hatte ich gestern abend beim Knipsen nicht – deshalb gibts kein unverwackeltes Foto vom fertigen Braten!

    Spanferkel Knochen

    Gebratener Spanferkel-Rücken
    2 Portionen

    • 750 g Spanferkelrücken (am besten mit Filet und eingeschnittener Schwarte)
    • 2 große rote Zwiebeln in Spalten geschnitten
    • 2 Knoblauchzehen
    • 300 ml trockner Weißwein
    • Salz, Pfeffer
    • Olivenöl und etwas Butter

    Spanferkel roh

    Backofen auf 170°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

    In einer Pfanne Olivenöl und Butter erhitzen, die Zwiebeln und die Knoblauchzehen dazugeben,kurz anbraten. Dann auch das Fleisch rundrum anbraten. Würzen.

    Spanferkel Pfanne

    Für ca. 60 Minuten in den Ofen schieben, alle 10 Minuten mit etwas Weißwein übergießen.

    Da nicht viel Sauce entsteht, z.B. mit einem lauwarmen Kartoffelsalat (mit Öl-Essig-Brühe-Dressing) servieren.

    Vor einem Jahr in der Cucina: Erster Advent