Dieses Rezept hatte ich mal beim Fernsehsender Arte mitgeschrieben – bei der Reportage ging es um Kapaune aus der Bresse. Kapaune gibt es zwar im Moment, sind aber für uns zwei doch ein bißchen zu groß.
Beim Stadtmetzger gabs aber einen Fasan, der “irgendwie” verarbeitet werden mußte. Also habe ich einfach mal diese Variante zum Garen von Geflügel ausprobiert. Dabei wird der Bräter mit Brotteig so hermetisch verschlossen, daß der Fasan ersticken (franz.: étouffer) würde, würde er noch leben. Der Teig schließt Flüssigkeit und Aromen ein, das Geflügel bleibt saftig. Eine schöne Variante, die ich in Zukunft sicher auch mit anderem Geflügel machen werde.
(Ein bißchen hatte ich Angst um meinen Creuset-Bräter. Die Ränder habe ich sicherheitshalber eingeölt. Es war aber kein Problem, den Deckel abzunehmen. )
Faisan à l’étouffée
Erstickter Fasan
2 Portionen
Brotteig:
- 500 g Mehl
- 1 TL Salz
- ½ TL Trockenhefe
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 Fasan
- 2 mittelgroße Zwiebeln (ggf. auch noch Karotten – geht bei mir aus Allergiegründen nicht)
- 50 g Butter
- 500 ml Sekt ( bei mir Crémant d’Alsace) oder Weißwein
- Salz, Pfeffer
- 3 Zweige Thymian
Mehl und Salz in eine Schüssel sieben. Die Trockenhefe in dem Wasser auflösen, zum Mehl geben. Mehl und Wasser zu einem glatten, glänzenden Teig verkneten. Bis zur Weiterverwendung gehen lassen.
Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Fasan außen und innen waschen, trocken tupfen. Die Zwiebeln schälen und grob hacken. Einen Bräter großzügig ausbuttern, Zwiebeln und Thymian auf den Boden geben und den Fasan darauf setzen. Mit Crémant d’Alsace aufgießen.
Den Fasan würzen. Aus dem Brotteig eine lange Wurst formen, auf den Bräterrand rundrum auflegen und mit dem Deckel schließen.
In den Ofen schieben und 50 Minuten garen.
Warnhinweis:
Beim Anheben des Deckels kommt unerwartet viel gestauer Dampf aus dem Topf. Also nicht erschrecken, und bewegt Euch zügig mit dem Deckel vom Topf weg.