Und wieder was für diese Rubrik – mal schnell was zum Mittagessen zaubern:
Ein paar übrige Pellkartoffeln vom Abend davor, eine Kohlrabi vom Wochenende und ein frisches Kotelett. In 30 Minuten fertig – am längsten braucht noch die Kohlrabi, angebraten in etwas Butter, gegart mit wenig Brühe.Guten Appetit! Danach fällt das Arbeiten wieder gleich viel leichter.
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Ente à l’Orange auf klassische Art
Kochen wir doch heute mal wieder was – und einen Klassiker, an dem sich die Geister wahrscheinlich nicht scheiden werden. Und in weiten Teilen nach einem Rezept von Johann Lafer. Eben klassisch, fein, perfekt – eigentlich schon ein Weihnachtsessen.

Ente à l’orange auf klassische Art- 3 Schalotten
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Rosmarinzweig
- 1 bayerische Ente, glücklich aufgewachsen
- 2 EL Olivenöl
- 200 ml Orangensaft
- 150 ml Hühnerbrühe
- 80 g Zucker
- 200 ml Orangensaft
- 2 EL Weißweinessig
- Salz, Pfeffer
- 1 EL Speisestärke
- 1 Orange (unbehandelt)
- 1 Orange
Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Schalotten schälen und grob zerkleinern. Schalotten, Lorbeerblatt und Rosmarinzweig in die Fettpfanne des Ofens geben. Die Ente innen und außen waschen, gut trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Die Ente in einem Bräter in dem Olivenöl von allen Seiten goldbraun anbraten. Dann zu den Schalotten geben und Orangensaft sowie Brühe angießen. Die Ente im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 2 Stunden (Bratthermometer verwenden) garen, dabei alle 20 Minuten mit dem Bratfond begießen.
Die gegarte Ente kurz vor Ende der Garzeit im Ofen bei 100° C warm halten und den Bratenfond in eine kleine Schüssel gießen. Den Zucker bei mittlerer Hitze in einer Pfanne karamellisieren lassen. Mit Orangensaft und dem Bratenfond ablöschen, Balsamico bianco zufügen und die Sauce offen ca. 30 Minuten auf die Hälfte einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und die Sauce damit binden. Die Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Zestenreißer in schmalen Streifen abziehen. Die Orange sowie eine weitere Orange sorgfältig schälen und die Filets aus den Trennhäuten schneiden. Die Orangenzesten ca. 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.
Die Sauce durch ein Sieb gießen, die Orangenfilets und die Orangenzesten hineingeben und zusammen mit der Ente servieren. -
Gulaschsuppe
Ich habe nicht viele “Fertiggerichte” in meiner Kühltruppe – neben Kartoffelsuppe, Semmelknödeln, und Lammeintopf, gehört dazu nur die Gulaschsuppe. Das liegt vor allem daran, daß die Gefriertruhe nicht besonders groß ist, aber auch daran, daß ich meistens – im Sommer fast ausschließlich – frisch koche.
Aber im Winter gibt es Abende, da wird es z.B. beruflich spät, aber etwas warmes wollen wir doch haben. Wie z.B. am letzten Sonntag, als wir von einer Kurzreise zurückkamen. Da greife ich gerne in die Truhe.
Ich mag “leichtere” Gulaschsuppen, nicht mit Majoran überwürzt und zu dick. Hier das Rezept der letzten Charge – es variiert von Mal zu Mal.
Gulaschsuppe
6 Portionen- 4 Schalotten, in Halbringe geschnitten
- 750 g klein geschnittenes Rindfleisch, eher mager
- 750 g festkochende Kartoffeln (bei mir Moossieglinde), in Stücke geschnitten
- 1 kleine Dose Tomaten
- 3 kleine Zucchini, geschält und in Stücke geschnitten
- 4 Zweige Thymian
- Fleischbrühe (ca. 1 – 1 1/2 Liter)
- Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
- Olivenöl
Schalotten in Oliven anschwitzen, etwas Farbe nehmen lassen. Fleisch zugeben. Rundrum anbraten. Kartoffel- und Zucchiniwürfel zugeben, ebenso die Dosentomaten und den Thymian. Mit Fleischbrühe aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Kräftig würzen. Leicht köcheln lassen, mindestens 1 Stunde.
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Perlhuhnbrust mit Honig und Gewürzen
Wir mögen eigentlich süße Fleisch-Speisen nicht so gern. Aber die Küche und die Rezepte von Vincent Klink sind eigentlich fast immer nach meinem Geschmack. Also habe ich sein Perlhuhn an einem Freitagabend ausprobiert – traditionell reserviert für kurze aber feine Gerichte und einer guten Flasche Wein. Zum Trinken gabs einen Grauburgunder Spätlese vom Weingut Gasthof Krone in Iphofen – bestens.Beide haben wir wirklich alle Saucenreste vertilgt, so fein war diese süße Mischung. Wird ein Klassiker bei uns werden.
Perlhuhnbrust mit Honig und Gewürzen
2 Portionen- 2 Perlhuhnbrüste
- 1 EL Waldhonig (Kastanie wäre laut Klink noch besser)
- 2 Schalotten
- 1 Knoblauchzehe gequetscht
- 2 EL Dijon-Senf
- 1/4 Chilischote, fein gehackt
- 1/2 TL Zimt
- 1/2 TL Ingwerpulver (ich mag keinen Ingwer – weggelassen)
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL schwarzen, groben Pfeffer
Die Perlhuhnbrüstchen pfeffern, salzen und in Olivenöl von beiden Seiten sanft anbraten. (Da sie relativ groß waren, habe ich sie längs gedrittelt, sah nicht so gut aus.) Die feingehackte Schalotte dazu und wenig später den Knoblauch. Beides braun rösten und dann den Honig zusammen mit allen anderen Zutaten in die Pfanne geben.
Die Brüstchen ständig schwenken, so dass der Honig karamelisiert und das Fleisch glaciert. Pfanne zur Seite stellen und noch etwas ruhen lassen.Sehr gut dazu passt Früchtereis, also Reis mit gewürfelten Birnen, Äpfeln, Rosinen, Nüsse etc. Bei uns aus Allergiegründen nur mit Rosinen.
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Weiß gefüllte Wachteln
Da lagen frische französische Wachteln beim Metzger, die mich auch noch lieb (der Kopf war dran) anblickten – ich konnte nicht widerstehen. Aber einfach nur so in den Ofen, das fand ich zu langweilig. Meiner Bitte, sie zu “entkernen”, kam der Metzger sofort nach.
Und während er werkelte, empfahl er mir noch eine weiße Füllung, ohne Schnick Schnack. Die Anregung habe ich gleich aufgenommen und diese gefüllten Wachteln gemacht.
Die Füllung ersetzt gleich die “Sättigungsbeilage”. Bei uns dazu ein zarter, junger Feldsalat und etwas Kohlrabi.
Sehr fein, denn die neutrale Füllung verfälscht oder überlagert nicht den zarten Wachtelgeschmack.Weiß gefüllte Wachteln
2 Personen- 2 “entkernte Wachteln”
- Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
- Blätter von zwei Zweigen Thymian
- 2 Eier
- 2 Eigelb
- 40 weiche Butter
- 8 Scheiben Toastbrot
Toastbrot in kleine Würfel schneiden und im Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) leicht anbräunen.
Butter mit den Eiern in der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse rühren. Thymianblättchen zugeben und kräftig würzen. Toastbrot-Würfel unterrühren und Wachteln füllen.
Für 30 Minuten bei 180°C in den Ofen geben.
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Die beste Entenbrust
Ich mag ja Entenbrüste sehr, und es gibt sie auch oft bei uns. Aber beim letzten Mal war sie wirklich am besten – nach einem Rezept von Wolfgang Siebeck (Feinschmecker Bookazine Nr. 22).
Das Marinieren und das extrem kurze Garen bringt ein saftiges “Gulasch” hervor. 🙂 Schon Standard bei uns!
Die beste Entenbrust
2 Portionen- 2 kleine Entenbrüste
- Pfeffer, Salz
- 2 EL Balsamico Essig
- 2 EL Weißwein
- 100 ml roter Portwein
- 2 EL Portwein
- 2 EL Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Zweig Thymian
- 2 EL Butter
- 1 EL Orangenmarmelade
- Filets einer Orange
Entenbrüste von der fetten Haut trennen, in nicht zu kleine Würfel schneiden. Mit grob gemörsten Pfeffer und Salz einreiben. In einer Mischung aus Balsamico, Weißwein und 2 EL Portwein für gut eine Stunde marinieren.
Danach gründlich abtupfen und dann in Olivenöl sehr kurz, insgesamt 3 Minuten von allen Seiten anbraten. (Große Pfanne, große Hitze) Dabei gut salzen und pfeffern, nicht durchbraten. Fleischstücke in einer Schale auf die Seite stellen.
Nun in die Bratpfanne den Rest der Marinade gießen, sowie 100 ml Portwein, die Thymianblättchen, die Knoblauchzehe in Scheiben, 1 EL Orangenmarmelade und die Orangenfilets. Reduzieren lassen, kurz vor Ende 2 EL Butter unterrühren.
Dazu zum Beispiel Basmatireis.
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Rehkitz-Rücken
Ich höre schon die Aufschreie – wie kann man so etwas essen? Und, ja, wir haben es gegessen und sie waren wunderbar, diese zwei ausgelösten Rückenstränge eines Rehkitz. Eine kleine Portion Fleisch für jeden, nur ganz kurz gebraten, damit es noch zart-rosa bleibt. Dazu eine leichte Sauce und frisch geschabte Spätzle.
Hmmm ….
Rehkitz-Rücken
2 Portionen- 1 ausgelöster Rehkitz-Rücken
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Butter
- 1 Schalotte
- 50 ml roter Portwein
- 50 ml Sahne
- 2 EL Preiselbeeren
- Salz, Pfeffer, Thymian
Schalotten sehr klein hacken. In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen, das Rehfleisch zugeben und rundrum vorsichtig anbraten, Schalotten zugeben, kurz mitbraten. Mit Portwein ablöschen, Hitze reduzieren, würzen, etwas Thymian zugeben. Gut 5 Minuten von jeder Seite ziehen lassen.
Rehkitz-Rücken kurz entnehmen, Sahne und Preiselbeeren zugeben, reduzieren und ein letztes Mal abschmecken.
Fleisch und Sauce anrichten.
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Knoblauch-Huhn
Freitagabend – der ideale Abend für ein Gericht mit viel Knoblauch und gutem Wein. Beim Metzger vier wunderbare Hühnerschenkel holen, eine Flasche Weißwein öffnen, ein Glas trinken, während der Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizt.
Dann die Hühner in eine Auflaufform legen, Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette, ein bißchen Thymian und Rosmarin dazu, Olivenöl darüber tröpfeln, eine ganze Knolle Knoblauch halbieren und zwischen das Huhn legen. Für 30 – 40 Minuten in den Ofen schieben, (das Foto nicht wie ich vergessen) und dann genießen (und noch ein bißchen Wein dazu trinken).
Mein Beitrag zum Knobi-Event des Gärtnerblogs.
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“Einfach” eine Lende von der Färse
So einfach – so gut: Eine Lende von der Färse gut vier Wochen vor unserem Genuß vom Metzger im Schlachthaus ausgesucht und dann richtig abgehangen, dazu ein Stück Baguette und ein Glas Querciabella.
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Spanferkelbauch – feiner als Kassler
Wie Ihr wißt, ist meine Einkaufsliste, mit der ich zum Metzger gehe, oftmals nicht identisch mit dem Fleisch, mit dem ich den Laden wieder verlasse. Vergangenen Freitag war das auch wieder so.
Ich wollte rohes Kassler, d.h. gepökelt und geräuchert, um es dann ganz klassisch zu garen. Aber ich bekam etwas viel besseres und selteneres – aus der Schublade unter der Theke einen Spanferkelbauch, ebensfall gepökelt und geräuchert.
Den habe ich auf fast fertig gegarten, milden Sauerkraut im zugedeckten Topf 20 Minuten gar werden lassen. Dazu gab es einfache Salzkartoffeln.Exzellent, ein super-feines Aroma, das keinen Senf oder Meerrettich (das mag ich sonst zum Kassler mag) verträgt.
Solltet Ihr auch so ein Stück bekommen: ZUGREIFEN!

















