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    Pflanz-Aktion


    Diese Woche stand das “Zusammensammeln” der Balkonbepflanzung an – aus Bozen, Augsburg und München – und gestern habe ich alles angepflanzt:

    Pfeifenputzerbaum
    Callistemon – von uns auch Pfeifenputzer genannt

    Petunien
    Minihängepetunie zu Füßen einer weißen Clematis

    Das alles in Töpfen am Boden, und hängend am Geländer gibt es eine Mischung aus stehenden und hängenden Geranien gemischt mit Schneeflockenblumen und der blauen Mauritius:

    Geranien stehend
    Geranien haengend

    Und natürlich gibt es auch noch Töpfe mit Rosmarin, Thymian, Basilikum.

    Der Herr der Cucina hat immer Angst, daß auf unserem kleinen Balkon kein Platz mehr für uns beide ist – im Moment gehts aber noch.

    Jetzt muß es nur noch aufhören zu regnen!

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    Mohnschmarrn


    Standardrezepte in unserem Haushalt sind der Hefezopf und der Kaiserschmarrn. Als ich kürzlich mal wieder den Hefezopf “ganz innovativ” abgewandelt habe und ihn mit Mohn füllte, wurde ich gleich noch innovativer und rührte die übrig gebliebenen drei Eßlöffel Mohnmischung unter den Kaiserschmarrn-Teig.

    Schmeckt, ist eine Abwechselung – aber so wie mir der Hefezopf ungefüllt am besten schmeckt, verhält es sich auch mit dem Kaiserschmarrn. Deshalb wird es auch in Zukunft 9 von 10 Mal ungefüllten Zopf und 9 von 10 Mal normalen Kaiserschmarrn geben.

    Mohnschmarrn

    Mohnschmarrn
    2 Personen

    • 70 g Rosinen (keine Sultaninen)
    • 4 EL Rum (am liebsten braunen Rum)
    • 3 Eier
    • 3 EL Mohnmischung (als Rest der Hefezopf-Füllung oder die fertige Mohn-Fix-Mischung aus dem Supermarkt)
    • 25 g Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 1 Packung Vanillezucker
    • 280 ml Milch
    • 100 g Mehl
    • 20 g Butter
    • Puderzucker zum Bestäuben

    Beilage: Apfelkompott, -Mus, eingeweckte Kirschen o.ä.

    Rosinen in Rum ca. 15 Minuten einweichen.
    Eigelb, Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren, bis die Masse hellgelb und cremig wird. Milch und Mohnmischung zugeben und dann Mehl untermischen. Eiweiß sehr steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
    Butter in einer Pfanne erhitzen, nicht braun werden lassen. Teig in die Pfannen verteilen. Bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite gebräunt ist. Die Rosinen auf dem Teig jetzt verstreuen. Dann wenden.
    Die zweite Seite auch kurz braten und dann die dicken Kuchen zerreissen und fertig braten – je nach Geschmack. Mit Puderzucker bestreuen und sofort servieren.

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    Liquore alla camomilla con grappa (Marolo)


    Ich liebe Kamillentee, guten Kamillentee (ja, ja, ich weiß, ich weiß) … und ich liebe Grappa von Marolo, einer Brennerei im Piemont. Der Grappa di Moscato ist ein runder, sanfter Grappa, der gar nicht „brennt“, genau nach meinem Geschmack. Der Herr der Cucina steht eher auf die schärferen Produkte von Marolo.

    Als ich in Südtirol beim Kauf eines Grappa di Moscato auf einmal eine Flasche „Liquore alla camomilla con grappa“ daneben im Regal stehen sah, war es natürlich um mich geschehen. Von der Qualität der Marolo-Produkte grundsätzlich überzeugt und auch noch als Kamillen-Junky griff ich zu.

    Likoer Flasche

    Die erste Verkostung fand gleich auf dem Balkon der Ferienwohnung statt. Wir standen vor den Gläsern, ich freudig erwartend – der Herr der Cucina zurückhaltend verkniffen, meine Kamillentee-Liebe hat er nie verstanden und geteilt, aber immer toleriert. 🙂
    (Als ich einmal überraschend ins Krankenhaus mußte und er die Reisetasche packte und hinterher kam, hatte er auch daran gedacht, mir meinen Kamillentee mitzubringen.)

    Die Grimasse, die er beim ersten Schluck zog, durfte ich nicht fotografieren – aber wie sich herausstellt, zog er sie nur für mich. Der Herr der Cucina fand ihn auf jeden Fall besser als Kamillentee.

    Likoer Terrasse

    Als ich mich über das Glas beugte, war ich vom Geruch nicht unbedingt angetan. Der erste Schluck war daher seeeehr vorsichtig: Der Likör schmeckt süß (harhar, ist ja auch ein Likör) – eigentlich nach sehr süßem, lange gezogenen, guten Kamillentee mit Alkohol.
    Und das ist er auch – es handelt sich um Kamillenblüten, die in NebbioloGrappa gezogen haben – ein traditionelles Rezept der Langhe-Region.

    Gar nicht schlecht – und tut auch einem verstimmten Magen gut, und die sanftere Variante zu einem Fernet Branca oder einem Braulio!
    Sehr zu empfehlen – für Kamillentee-Liebhaber!

    Liquore Grappa e Camomilla (35% Alkohol)
    aus der
    Distilleria Santa Teresa dei f.lli Marolo Srl
    Corso Canale 105/1
    12051 Alba (CN)

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    Lachs-Tomaten-Crème


    Man ist ja im Streß als Bloggerin – kaum ist man aus dem Urlaub zurück, schon “müssen” die aktuellen Koch-Events gesichtet werden. 🙂 Und auch gleich kann eines mit einer schlichten aber wohlschmeckenden Speise abgearbeitet werden:

    Zum 5. Geburtstag des Kochtopf-Blog-Events wünscht sich Zorra einen gemeinsamen Kochblogger-Brunch mit allem Möglichen und Unmöglichen, das man zum Brunchen essen kann. Das Thema ist so weit gefaßt, daß mir problemlos etwas einfiel. Neben der Forellen-Gurken-Crème kommt auch die Lachs-Tomaten-Crème sehr gut an.
    Wie immer sind auch hier exzellente Zutaten wichtig – ein fester, nicht zu fettiger Räucherlachs und aromatische Tomaten.

    Lachscreme
    Lachs-Tomaten-Crème
    • 150 g Räucherlachs
    • 100 g Crème fraîche
    • 1 Tomate
    • Pfeffer
    • 3 TL klein geschnittene Petersilie

    Räucherlachs mit der Crème fraîche und der Hilfe eines Stabmixers grob pürieren. Die Tomate häuten, in kleine Würfel (1/2 cm Kantenlänge) schneiden. Zusammen mit 2 TL Petersilie unterheben. Pfeffern, abschmecken. Mit der restlichen Petersilie garnieren.

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    Ich will den Ball!

    Liebe Eline,

    Ich WILL Respekt“ erinnert mich an trotzige Szenen auf dem Spielplatz “Ich will den Ball”, nur mit dem Unterschied, den Ball kann man sich holen, der Respekt wird einem ausschließlich entgegengebracht.

    Respekt haben alle Blogger und Hobbyköche verdient, die zum Kochen und zum Nachdenken anregen, auch die, die Deinem “Perfektionismus” nicht genügen.

    Ich plädiere hier nicht für Friede, Freude, Eierkuchen – nein, ich mag Kritik und kritisiere selbst in anderen Blogs. Konstruktive Kritik finde ich gut, hilfreich und entwickelt weiter.

    Mir geht es darum, jeden im Rahmen seiner Möglichkeiten und seines Geschmacks kochen und sich weiterentwickeln zu lassen. Kochanfänger und Bloganfänger sollen nicht abgeschreckt werden.

    Ich freue mich über jeden Kochanfänger, der mir schreibt, mit mir telefoniert und Rat möchte oder auch nur mittteilt, daß er ein Rezept gut nachkochen konnte. Das passiert dann auch sicher nicht bei der Kaninchenpastete, sondern vielleicht bei einem einfachen Nudelgericht.
    Das ist dann tatsächlich kein Perfektionismus, sondern Freude am Kochen, am Selbst-Zubereiten, am Gelingen. Und ein Anfang!

    Und ich stehe zu dem Satz, den Du nicht mehr hören kannst – einfache Gericht sind manchmal besser als die aufwendigen.
    Auch ich liebe Sterneküche und kann sie mir glücklicherweise auch leisten, aber oft habe ich in kleinen „Cucina casalinga“ Küchen im Piemont besser gegessen als in manchem Sterne-Restaurant.

    Respekt muß für alle Rezept- und Inspirationsquellen vorhanden sein, auf die wir Blogger zurückgreifen. Leider nahmen diese Verweise im Laufe des letzten Jahres immer mehr ab.
    Wenn ich mir bei Ducasse die Idee des mit Sardellen gespickten Lamms entnehme, gehört es sich für mich, zu schreiben, daß ich diese Idee von ihm habe. Aber es hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun, wenn ich sein Gericht nicht 1:1 nachkoche.

    Es sei Dir unbenommen, nur eine kleine Anzahl von Blogs zu lesen und gut zu finden – Respekt haben alle verdient, die selbst am Herd stehen.
    Nachdem Du annimmst, daß Respekt einforderbar ist, würde ich mich über weitere Beiträge wie z.B. “Ich will Ehrfurcht” nicht wundern.

    Ein Gruß von Blog zu Blog
    Nathalie

    … die sich jetzt wieder in die Blogpause zurückzieht.

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    Bis dahin – eine tolle Zeit!


    Seit letztem Jahr April (mit einer kleinen Pause an Weihnachten) wird in der Cucina täglich gekocht, gebloggt und über Verschiedenes berichtet.

    Wie auch schon vor einem Jahr ist der April für mich immer beruflich ein hektischer und vielfältiger Monat. Kundenprojekte werden unter Termindruck abgeschlossen, neue Kontakte müssen gepflegt und hoffentlich in den Kundenstatus “überführt” werden. Und dazwischen bleibt ggf. noch ein bißchen Zeit für uns und einen Urlaub auf “Balkonien” oder im Ausland. Wir werden sehen!

    Mohn
    Deshalb verabschieden sich die Zwei aus der Cucina wieder für kurze Zeit vom täglichen Bloggen. Gekocht wird bei uns weiterhin, ein paar Geschichten werden sich sicher wieder ereignen, so daß es danach mit voller Kraft weitergehen wird.

    Wir freuen uns jetzt schon drauf!
    Bis dahin – eine tolle Zeit!

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    Essen in Augsburg V


    Ihr wißt schon – Reifenwechsel für den Herrn der Cucina und Friseurbesuch für mich in Augsburg, und der obligatorische Satz von uns: “Macht aber keinen Aufwand, ein Schinkenbrot tut’s auch.”
    Und wohlwissend, daß Mama und Papa sich nicht daran halten werden:

    Salat Augsburg
    Tisch Augsburg
    Platte Augsburg

    Gemischter Salat sowie Rinderspickbraten, Reis und Kartoffelgratin.
    Dazu ein edler, spanischer Roter.

    Danke!

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    Orecchiette mit Artischocken und Rinderfilet


    Wieder einmal eines unserer schnellen, aber guten Freitagabend-Essen nach Arbeit und Einkauf: Orecchiette in einer Sauce mit Rinderfilet-Stücken und frischen Artischocken. Dazu ein gutes Glas Rotwein … sehr, sehr fein!

    Arti-Rind

    Orecchiette mit Artischocken und Rinderfilet
    2 Portionen

    • 300 g Rinderfilet in Würfel geschnitten (Kantenlänge ca. 3 cm)
    • 2 Schalotten, in Ringe geschnitten
    • 6 Artischocken – gesäubert und in Spalten geschnitten
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • 100 ml fettreduzierte Sahne
    • 100 ml Weißwein
    • 4 EL Olivenöl

    Artischocken

    2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten und Artischocken darin anschwitzen, mit Weißwein ablöschen und ca. 10 Minuten garen lassen.

    Artischocken Sauce

    In einer zweiten Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen, die Fleischwürfel darin rundherum gut anbraten und zu den Artischocken geben. Würzen und mit Sahne aufgießen. Kurz einreduzieren lassen und dann mit frisch gekochten Orecchiette mischen.

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    Marmelade im Urlaub kochen?


    Bald kommt sie wieder – die Marmeladen- und Einkochzeit. Und vor allem im Italienurlaub “springen” mich immer die tollen und besonders reifen Früchte an.

    Susine frisch

    Aber ich bin nicht in jedem Urlaub so verrückt und koche gleich vor Ort ein – mit allen möglichen und unmöglichen Hilfsmitteln einer Ferienwohnungsküche. Inzwischen machen wir das meist folgendermaßen:

    Susine gefroren

    Früchte waschen, klein schneiden, in Gefrierbeuteln oder in leeren großen Wasserflaschen (sind leichter stapelbar) verpacken, einfrieren (bis jetzt hatten wir immer einen Gefrierschrank in unseren Wohnungen).
    Am Morgen der Heimfahrt werden diese dann in Tiefkühltüten (wie man sie in jedem Supermarkt bekommt) verpackt – ggf. kommen noch kleine, mit Wasser gefüllte und gefrorene Wasserflaschen als Kälteakkus hinzu.
    Nach einer Heimfahrt von z.B. 8 – 10 Stunden ist das Obst dann zuhause leicht angetaut, so daß ich sie schön in einen Topf stürzen und am nächsten Morgen aufgetaut mit den heimischen Werkzeugen, Zucker und Gläsern schnell und bequem einkochen kann.

    Susine einkochen
    Solche Ideen kommen immer vom Herrn der Cucina – ist er nicht toll?
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    Ossobuco in Weißwein


    Wir lieben Ossobuco, gerne ganz klassisch. Aber man muß ja auch mal etwas neues ausprobieren, oder? – Natürlich nicht wegen des Blogs. 🙂 – Also habe ich dieses Mal die Scheiben in Weißwein geschmort und ohne Tomaten.
    Das Ergebnis war nicht vergleichbar mit der klassischen Variante, da es völlig anders schmeckt, aber auch sehr gut!

    Ossobuco Weißwein

    Ossobuco in Weißwein
    2 Portionen

    • 2 Kalbshaxen-Scheiben
    • 2 rote Zwiebeln, in grobe Schnitte geschnitten
    • 150 g kleine Champignons, vierteln
    • 2 kleine Zucchini, in halbe Ringe geschnitten
    • 1 Zweig Thymian
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
    • 150 ml Weißwein
    • 100 ml Brühe
    • 2 EL Olivenöl

    In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Kalbshaxenscheiben und die Zwiebeln anbraten, mit Brühe und Wein ablöschen. Zucchini, Thymian und Champignons zugeben und abgedeckt bei kleiner Hitze schmoren lassen.
    Gelegentlich umrühren, nach 1 1/2 Stunden das Fleisch vom Knochen lösen, die Sauce würzen und kurz noch etwas reduzieren. Die Fleischstücke zugeben und nochmals kurz ziehen lassen.
    Mit den Nudeln servieren.