Uncategorized

Surhaxerl


Der Papa der Cucina liebt Surhaxe, ich mag sie sehr gerne, aber nicht zu oft, dem Herrn der Cucina reicht es einmal im Jahr.
Exzellent sind die Surhaxerl im Augustiner und im Löwenbräu-Zelt auf der Wiesn. Selbstgekocht habe ich sie aber noch nie, obwohl es ja so einfach ist. Kürzlich kam per ARD-Mittagsmagazin-Newsletter das Eisbein-Rezept von Vincent Klink und somit der Auslöser: Schnell beim Stadtmetzger angerufen, zwei vordere Surhaxerl bestellt und am nächsten Tag abgeholt.

Gekocht sind sie schnell, dazu selbstgemachten Kartoffelbrei, Sauerkraut und natürlich ein Glas Bier!

Das vorher vom Herrn der Cucina ausgelöste Fleisch, das noch ein bißchen auf dem Kraut warm gehalten wird, während der Kartoffelbrei entsteht, minimiert den Schlachtungsaufwand am Tisch und das ganze Essen wirkt etwas feiner.

Wegen mir gerne auch dreimal im Winter! :-))

Surhaxerl Teller

Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffelpüree
2 Portionen

  • 1 gepökeltes Eisbein/Surhaxe (hinten) oder 2 kleine vordere
  • etwas Salz
Surhaxe roh

Die zwei Haxerl in nur sehr schwach gesalzenem Wasser cirka 1,5 Stunden weich kochen. Etwas auskühlen lassen und vom Knochen befreien.

Surhaxe teilen

Alles Fett und auch die Haut werden sauber vom schieren Fleisch getrennt. Das magere Fleisch mit der Hand behutsam in die einzelnen Muskelstränge teilen.
Auf der gekochten Sauerkraut während der Zubereitung des Kartoffelbreis warmhalten.

15 Comments

  • Anonym

    woher kommt eigentlich der Name Eisbein oder Surhaxen ? Ich sehe weder Eis noch Säure im Rezept. Kann das jemand einem Nichtbayern erklären ?

  • Freundin des guten Geschmacks

    Für die Herkunft der Bezeichnung Eisbein gibt es unterschiedliche Erklärungen. Nach der verbreiteteren, wahrscheinlich aus der Volksetymologie kommenden, leitet es sich von der früher üblichen Verwendung der Schienbeine als Material für Schlittschuhkufen ab (im norwegischen islegg genannt, zu legg, „Bein, Knochenröhre“). Wahrscheinlicher ist, dass Eisbein auf das althochdeutsche īsbēn zurückgeht, ein altes Wort aus der Fachsprache von Jägern und Medizinern für das Hüftbein (vermutlich entlehnt aus lateinisch ischia, „Hüftgelenk“, seinerseits von griechisch ischíon, „Hüftbein“), das durch Bedeutungsverschiebung erst im Neuhochdeutschen den Unterschenkel bezeichnet.
    Das ist das Wort zum Montag! LG

  • Nathalie

    Und da leg ich noch eins drauf, aus dem Lebensmittellexikon: Das Pökeln soll der flandrische Fischer Wilhelm Brökel im 14. Jhd. erfunden haben. Darum sprach man zunächst auch von Brökeln, erst später entwickelte sich daraus der Ausdruck Pökeln. Suren ist ein Synonym für Pökeln und in Südbayern und Österreich gebräuchlich.

    Und das Pökelsalz besteht aus Kochsalz und Nitrit und früher auch aus Salpeter.

  • Houdini

    Es ist lange her, aber zuhause gab es dies ab und an in dieser Art. Sauerkraut hätte ich wieder eigenes dazu, also, warum denn nicht?

    @..guten Geschmack: Danke für die Erklärung. Das Wort "isben" ist mir lieber als Schlittschuhe, und Ischias klingt auch eher schmerzhaft.

  • Susa

    Eisbein gab es am Neujahrstag immer bei meiner bayerischen Großmutter (Glücksschweinderl)mit Pü und Sauerkraut und zu österreichischen Biergartenzeiten durfte es schon öfter mal ein Surfleisch mit Kartoffelsalat sein. Keine feine Küche, aber sehr gschmackig!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.