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    Wein und Stein … und ein bißchen Familienwurzeln


    Wein und Stein? Das aktuelle Thema der Weinrallye, die heute – veranstaltet vom Weinfreak – stattfindet, bewirkte natürlich sofort DIE Assoziation: Würzburger Stein. Das war mir aber als Thema dann doch zu einfach – und so besann ich mich auf meine Wurzeln mütterlicherseits.

    Singen See
    Blick vom Hohentwiel auf Singen
    im Hintergrund Radolfzell und der Bodensee

    Meine Mama stammt aus Singen, in der Nähe des Bodensees. Geprägt wird die Stadt durch drei industrielle Großbetriebe(“die Maggi“, “AluSingen” und “die Fitting“) sowie dem nahen Bodensee und vorallem den unmittelbar an die Stadt angrenzenden Hohentwiel.

    Der Hohentwiel – auch in der Umgangssprache “Hohntes” genannt – ist ein 686 m hoher, inaktiver Vulkan. Die wichtigsten Gesteine, die den Berg bilden, sind Phonolith und Deckentuff.

    Blick Ruine Bodensee
    Burgruine Hohentwiel

    Seit 10. Jahrhundert existiert auf dem Hohentwiel eine Burg, die im Laufe des Mittelalters immer wieder erweitert wurde. Unter Napoleon wurde sie geschliffen, ist aber seit Jahren eine Touristenattraktion.
    Meine Mutter spielte dort oben schon Räuber und Gendarm (damals waren Gewölbe und unterirdische Gänge noch offen – keiner machte sich Sorgen, daß etwas passieren könnte) oder fuhr mit dem Schlitten den langen Berg im rasanten Tempo hinab.

    Am Hohentwiel liegt das – laut Wikipedia, das war mir neu- das höchste Weinbaugebiet Deutschlands, auf einer Höhe von 562 m.
    Für die heutige Weinrallye habe ich mir einen Grauburgunder des Weinguts Vollmayer vom Elisabethenberg am Südwesthang des Hohentwiel ausgesucht. Der Weinbau dort ist seit dem 16. Jahrhundert nachzuvollziehen. Seit 1928 produziert die Familie Vollmayer Wein vom Elisabethenberg, der sehr von den nährstoffreichen und sich gut erwärmenden Vulkanverwitterungsböden profitiert.
    Die Weine werden traditionell und ohne große Experimente ausgebaut, die mineralisch bezogene Note bleibt erhalten. So sind sie dann eher ursprünglich.

    Elisabethenberg Hohentwiel

    Weingut Vollmayer
    Elisabethenbergstraße 1
    78247 Hilzingen
    Telefon 07731 – 64 147

    2008er Grauburgunder trocken
    ca. 7,50 Euro für 0,75 l

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    Sommeressen


    Ein heißes Wochenende stand letzten Freitag vor der Tür. Und wahrscheinlich geht es vielen von Euch auch so: Bei der Hitze will ich nicht ewig in der Küche stehen, das Essen soll leicht sein – aber nur ein Salat ist auch auf die Dauer zu wenig.

    Hilferuf über Twitter – wer kocht was. Nicky von Delicious Days pries ihr Gazpacho an, ich spielte mit dem Gedanken an meinen Panzanella, daraus entspann sich eine Diskussion über den “Labbrigkeitsfaktor”, den das Brot im Salat haben darf. Von super-labbrig bis super-knackig waren alle Faktoren dabei. Lu und Anke setzen die Panzanella-Idee noch am gleichen Tag um. Ich war immer noch am Zaudern.

    Schließlich gabs dann:

    Freitagabend
    Blätterteigtaschen mit Salat am Freitagabend
    zusammen mit einem Gläschen Scheurebe Kabinett vom Weingut Wirsching, Iphofen

    Freitagabend Fussball

    Danach noch Erdbeeren für den Herrn der Cucina und Fußballschauen auf dem Balkon via WLAN in der schönen Sommerabendluft.

    Samstagmittag

    In der Mittagshitze am Samstag gabs dann doch Panzanella (drei Stunden durchgezogen – mittlere Labbrigkeit) und vorher noch ein paar frische Nürnberger Rostbratwürstel. Dazu selbstgemachter Eistee.

    Am Sonntag lernte ich abends Nicky kennen – es gab selbstgemachte Caponata und Couscous -Salat im Biergarten – schön wars, wie immer wenn man sympathische Foodblogger trifft.

    Schauen wir mal, was wir dieses Wochenende kochen. Heiß wirds wieder und einmal gibts auf jeden Fall Gazpacho.

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    Erster Piadina-Versuch


    Piadina nehmen wir im Urlaub in der Emilia Romagna gerne auf dem Weg vom Strand mit in die Ferienwohnung. Frisch gemacht und heiß gekauft, dann gleich mit gutem Schinken, Salat, Salami, Büffelmozzarella oder was auch immer gefüllt, ist das eine schöne schnelle Mahlzeit, wenn es heiß ist und der Hunger gestillt werden “muß”.

    Piadina

    Bei der momentan herrschenden Hitze erinnerte ich mich an das von Steph vor einiger Zeit gebloggte Rezept dafür. Warum nicht mal selber machen?
    Viel habe ich aber beim Durchlesen nicht nachgedacht, sondern einfach nur gemischt und gebacken. Denn ich glaube, zum Originalteig gibt es einige Unterschiede. Soviel ich mich erinnern kann, sind im Original keine Eier, keine Milch und auch statt Hefe Natron enthalten.

    piadina nah

    Aber egal, diese Piadine haben sehr gut geschmeckt und ließen sich gut füllen – gibts sicher wieder. Ich werde aber die Piadina-Versuchsreihe fortsetzen!

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    Minz-Julep


    Es soll ja ein sehr heißes Wochenende werden – als wird heute nicht gekocht sondern ein Sommerdrink vorgestellt: Minz Julep

    Gesehen habe ich ihn das erste Mal bei Savory Sweet Life. Dort wurde er als idealer Sommerbeginn-Cocktail angepriesen. Aber bevor es los ging, mußte der Herr der Cucina gefragt werden, ob er denn einen Whisky hätte, den ich für einen Cocktail verwenden könnte. Denn die zwei, drei Flaschen, die ich hier so stehen sehe, traue ich mich nicht zu verwenden, edles, altes “Zeug”. Und so zog er aus den hinteren Gefilden unserer “Bar” einen Whisky heraus, mit dem ich experimentieren konnte.

    Geschmacklich geht der Minz Julep ein bißchen Richtung feiner Kinderhusten mit viel Alk. 😉
    Ich denke, dieser Drink ist Geschmackssache, aber einen Versuch auf jeden Fall wert.

    Minz Julep neu

    Minz Julep

    • 2 Teile Whisky
    • 1 Teil Minz-Sirup (250 ml Wasser, 225 g Zucker, 1 gute Handvoll Minz-Blätter)
    • Eis
    • Minz-Zweig zur Verzierung

    Minz Julep Blaetter

    Minz-Sirup herstellen:
    Zucker mit Wasser für eine Minute aufkochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Hitze reduzieren und noch 5 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
    Herd abdrehen, die Minzblätter zufügen und 20 Minuten ziehen lassen. Minze herausnehmen und den Sirup abkühlen lassen.

    Whisky mit Sirup mischen und auf Eiswürfel mit einem Minz-Zweig anrichten.

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    Mit Couscous gefüllte Zucchiniblüten


    Ich wollte schon lange einmal gefüllte Zucchiniblüten machen und so kam der Kochevent “Eßbare Blüten” des Gärtnerblog genau richtig. In vielen Blogs findet man gefüllte oder gebratene Zucchiniblüten, meist mit einer Ricotta-Mischung gefüllt. Ich habe als Füllung einen Couscous-Salat verwendet, ähnlich diesem Rezept.

    Die Zubereitung ist recht einfach und für die Fülle kann man Reste des Salats vom Vortag nehmen oder die Reste vom Füllen am nächsten Tag essen. 😉

    Zucchinibluete

    Mit Couscous gefüllte Zucchiniblüten

    2 Personen

    • 4 Zucchiniblüten
    • 1 Ei
    • Sonnenblumenöl oder Olivenöl zum Ausbacken
    • 100 g Couscous
    • 1 Tomaten
    • 1/4 Gurke
    • 1 kleine Zucchini
    • 1 Orange – filetiert
    • 1 EL Olivenöl
    • Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

    Tomaten und die Gurke in kleine Würfel schneiden. Orange filetieren und und auch die Filets in kleine Stücke schneiden.
    Zucchini würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl kurz anbraten. Die Zucchini zum anderen Gemüse und der Orange geben. KRÄFTIG würzen.

    Couscous nach der Anleitung auf der Packung kochen, abkühlen lassen, mit dem Gemüse mischen. Eigelb unter die Masse rühren.

    Zucchinibluete Eiweiss
    Zucchinibluete Roh

    Das Eiweiß etwas verkleppern, Blüten darin drehen.

    Zucchinibluete Pfanne

    In heissem Öl halbschwimmend fritieren.

    Zucchinibluete abtropfen
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    Dinner for one XV – Schnelle Bolognese


    Ich weiß, ich weiß, die Traditionalisten schreien jetzt auf. Ich normalerweise auch. 🙂

    Denn auch ich lasse bestimmte Nudelsaucen lange köcheln, eben auch eine Bolognese. Aber wenn ich mittags während eines Arbeitstages für mich koche, muß es schnell gehen. Und wenn dann keine Reste mehr vom Vorabend übrig sind, nichts mehr in der Gefriertruhe ist und die Lust auf Spaghetti bolognese immens groß ist, dann, ja dann greife ich nicht zu Fertiggerichten, sondern mache eine “schnelle Bolognese”:

    Bolognese

    Rote Zwiebel klein oder in Streifen schneiden, anbraten, Hackfleisch und ggf. noch vorhandener, in Streifen geschnittener Schinken dazugeben. Mitbraten. Salzen, pfeffern, etwas Piment d’Espelette zugeben. Mit einem Schuß Rotwein ablöschen, ein Zweig Rosmarin und ein Zweig Thymian sowie eine kleine Dose Tomaten zugeben. 15 Minuten köcheln lassen und FERTIG!!!

    Gutes, schnelles “Dinner for one“!

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    Entrecôte mit Salat


    Am Sonntag vor der Zahn-Op waren wir vormittags noch ein bißchen beim Golfen, danach – nach der vielen frischen Luft – haben wir immer richtig Hunger. Also gings zügig nach Hause.

    Entrecote roh

    Glücklicherweise habe ich ja meinen Stadtmetzger und somit auch meist ein “ordentliches” Stück Fleisch griffbereit für den “Schnellen-Hunger-Danach”:

    Entrecote TellerEntrecote Salat

    Nach kurzer Zeit am Herd gab es wunderbare Entrecôtes mit einem Salat und selbstgemachtem Bauernbrot.

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    Rösti-Lauch-Blätterteig-Kombi

    Um es gleich vorweg zu nehmen und allen Horrorstories, die sich um Wurzelspitzenresektionen ranken, entgegenzuwirken: Es hat überhaupt nicht weh getan. Weder während noch nach dem Eingriff. Ich habe kein einziges Schmerzmittel gebraucht. Aber der Eingriff und die Folgen der Knochenentzündung schlauchen grundsätzlich und führten bei mir zu Fieber und – trotz dauernder Kühlkissen-Kühlung – zu einer sehr dicken, linken Gesichtshälfte.

    Wie sagte ein Kunde zu mir? “Sie sehen aus wie ein Boxer.”

    Nach viel Schlaf und Zeit vor dem Fernseher und beim Fußball-Schauen (der französische Nationalstolz des Herrn der Cucina ist ein bißchen angekratzt – während ich die Italien-Fahne mindestens noch bis morgen wedeln kann) geht es wieder ganz gut, ich sehe fast wieder normal aus und die Fäden kommen morgen raus.

    Es wird wieder gekocht, es schmeckt auch wieder – nur Spareribs und Krustenbraten stehen noch nicht auf dem Speiseplan. Ein bißchen Rinderfilet geht immer, aber eine neue Beilage mußte her.
    In einem Magazin der Süddeutschen Zeitung im Juni war ein Rezept von Christian Jürgens. Die Haxe eines Maibocks war hier die Hauptattraktion – begleitet von einem Rösti. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Rösti als Rösti-Lauch-Blätterteig-Kombi, die sofort mein Interesse fand.
    (Ich habe dabei die Zwiebel durch Schalotten ersetzt, die Sahne-Menge reduziert, das ganze nicht in der Pfanne sondern in eine Form geschichtet und schließlich auch den Blätterteig eingeschnitten – sieht einfach netter aus.)

    Wir haben den Inhalt der ganzen Form (eigentlich für 4 Portionen) verputzt. Es war super lecker, weder schwer zu machen noch schwer verdaulich, und auch für größere Runden gut vorzubereiten.

    Wird Standard !!!

    RoestiLauch nah

    Rösti-Lauch-Blätterteig-Kombi
    2 – 4 Portionen als Beilage

    • 4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
    • Olivenöl und Butter zum Braten
    • 2 Stangen Lauch (in feine Ringe schneiden)
    • 3 Schalotten (in feine Ringe schneiden)
    • Salz, Pfeffer, Muskat
    • 200 ml fettreduzierte Sahne (im Originalrezept 300 ml Sahne)
    • 1 Rolle Blätterteig
    • 1 Eigelb

    Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

    Roesti Lauch Roesti

    Kartoffeln raspeln, salzen und nach 10 Minuten gut ausdrücken. In einer Teflonpfanne das Fett erhitzen und die Kartoffeln als Rösti goldbraun backen. Auf den Boden einer Auflaufform geben.

    RoestiLauch geschnitten

    Lauch und Schalotten in der Pfanne anschwitzen, nicht braun werden lassen, sondern danach Sahne zugeben, würzen.

    RoestiLauch Lauch

    Auf das Rösti schichten, mit dem eingeschnittenen Blätterteig bedecken.

    RoestiLauch Karos

    Mit Eigelb bestreichen und im Ofen etwa 20 Minuten auf der zweiten Schiene von unten goldgelb backen.

    RoestiLauch Form

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    Brei und Suppe


    Es wird die nächsten Tage nicht groß gekocht, denn das wird passieren:

    WSR

    Dann gibt es Brei und Suppe – und die wird bei mir nicht fotografiert und gepostet. Die Ärzte und Hypochonder unter Euch wissen sicher gleich, was los sein wird.Bis in ein paar Tagen.