Thermomix

Ein neues Haushaltsgerät – von ersten Überlegungen bis zum Kauf

Kurz vor Weihnachten zog hier ein neues Haushaltsgerät ein. Ein Thermomix (TM6). Ja, da staunt Ihr, oder? Ich auch.

Bis zum Sommer gehörte ich auch noch zur Fraktion “Wer braucht denn sowas? Ich kann doch kochen.” Eine ebenfalls viel und gut kochende Freundin gab den Denkanstoss, als ich ihn bei ihr in der Küche sah. Daraufhin schaute ich “viele” (wirklich viele) Videos. Informierte mich rundherum. Bekam viel Halbwissen widerlegt (man kann nicht selbst eingreifen, man kann nur gespeicherte Rezepte kochen, man kann die gespeicherten Rezepte nicht ändern – alles falsch). Als dies alles geklärt war – vor allem für mich als Allergikerin, die so gut wie kein Rezept kocht, wie es irgendwo steht, kam die nächste Stufe.

Würde ich den Thermomix wirklich verwenden? Dauerhaft, mehrfach die Woche?
Sicher ein ausschlaggebender Faktor für die Beschäftigung damit war die Pandemie. Seit 13. März 2020 koche ich täglich zuhause ein Mittagessen. Seit damals sind der Herr der Cucina und ich zuhause – er ist so gut wie nie, ich bin nur wenig unterwegs. Das hat sich gut eingespielt. Aber gerade in Phasen mit viel Arbeit nervt es manchmal schon. Nicht das Kochen an sich, sondern das Überlegen, was es denn am nächsten Tag schon wieder zum Essen geben würde. Standards sind seit Anfang der Pandemie immer in der Gefriertruhe: Bolognese, Gulaschsuppe, Linsensuppe, Rouladen, Quiche. Und wöchentlich kommt eine gut gefüllte Biokisten, die immer Inspiration bietet. Außerdem sind wir in München sowieso gut versorgt – Käfer, Dallmayr liefern Frisches nach Hause. Auch Amazon Fresh und Knuspr nutzen wir. Und trotzdem war es manchmal trotz dieses Luxus ein bißchen frustrierend.
Der Thermomix würde Platz wegnehmen auf der Arbeitsfläche. Und es war klar, er würde draußen stehen müssen, wie die Kitchen Aid, sonst macht er keinen Sinn. Zum Hin und Her-Tragen ist er zu schwer.
Würden wir wirklich die Rezepte, die im Thermomix gespeichert sind, nutzen? Entspricht das unserer Art des Kochens und der Ernährung? Ein Highlight, das sich für mich beim Durchstöbern der Rezepte ergab, war, dass ich auch auf das umfangreichen Repertoire der ausländischen Rezepte (hier vor allem italienische und französische) zugreifen könnte. Die italienische und französische Thermomix-Gemeinde ist fast so groß wie deutsche.

Und dann war da noch die letzte Überlegung: Wollte ich so viel Geld ausgeben?
Ja, wenn ich ihn denn nutzen würde. Sonst natürlich nicht. Und unsere Küche ist zu klein, dass er einfach nur rumstehen könnte. Fast ungenutzt. Ich brauche die Arbeitsfläche.
Also ging ich auf die Suche – erst einmal nach gebrauchten Geräten. Vielleicht könnte ich da ein Schnäppchen machen. Aber dem war nicht so. Daraus ergab sich aber eine neue Überlegung: Wenn er auch gebraucht gut verkaufbar wäre, dann wäre das die Lösung, um ihn ggf. wieder loszuschlagen. Ca. 100 Euro weniger innerhalb eines halben Jahres lag der durchschnittliche Gebraucht-Preis unter dem Neupreis. Das war mir einen Versuch wert.
Schließlich und letztendlich ging es dann noch um den Kauf. Bei Vorwerk bleibt nur der mir nicht so sympathische Direktvertrieb. Ich schrieb mehrere Damen an und die angenehmste, klarste Thermomix-Verkäuferin ohne furchtbaren Namen (z.B. Thermonixe, Thermofoody, Thermofee) bekam den Auftrag. 10 Tage später wurde er geliefert, ausgepackt, das Kartonmaterial für etwaigen Weiterverkauf in den Keller gestellt und am gleichen Abend in Betrieb genommen.

Über die Anfänge und erste Erfahrungen beim nächsten Mal mehr.

(Und dankt @excellensa, die den Anstoß zu diesem Artikel gab.)

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