• Brot

    Specksemmeln …

    … dieses Mal mit Foto. Als ich sie hier schon einmal vorgestellt habe, hatte ich keines gemacht. Aber kürzlich dachte ich daran, als es sie als Beilage zur Kartoffelsuppe gab. Immer noch erinnert mich der Geruch an meine Gymnasiumszeit und den Pausensemmel-Verkauf.

    Diese Semmeln gibt es bei uns inzwischen sehr regelmäßig, meist im Herbst und Winter zu Suppen und Eintöpfen.

    Specksemmeln fertig

     Speck-Semmeln

    • 100 g Speck (sehr dünn geschnitten, und dann nochmal in dünne Streifen)
    • 20 g Hefe
    • 1 TL Zucker
    • 40 g Butter
    • 500 g Mehl (Weizen, 405er)
    • 250 ml Milch
    • 1 Ei
    • 10 g Salz

    Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch lauwarm erhitzen, Milch, Zucker und die zerbröckelte Hefe verrühren, bis die Hefe aufgelöst ist. Salz und Ei zugeben und alles mischen. Diese Flüssigkeit und die flüssige Butter zum Mehl geben und alles ca. 10 Minuten mit der Küchenmaschine verkneten.

    Teig mit dem Speck mischen und Brötchen formen (bei mir 9 Stück). Abdecken und bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sie fast doppelt so groß sind.

    Backofen auf 200°C vorheizen. Semmeln auf ein Blech legen, im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen.

     Specksemmeln Blech

  • Brot

    Toastbrot nach Jeffrey Hamelman

    Wir essen zum Frühstück gerne Toastbrot – der Mann mit selbstgemachter Marmelade, ich mit Akazienhonig. Ein selbstgebackenes Toastbrot habe ich schon ausprobiert, ein zweites folgte jetzt. Gefunden habe ich es auf dem Plötzblog. Uns schmeckt dieses besser, denn es ist neutraler, leichter – so wie eben ein Toastbrot eben sein muß.

    (Und wie versprochen – ab jetzt alle Brote mit Zeitplan.)

    Toastbrot

    Toastbrot nach Jeffrey Hamelman

    • 215 g Weizenmehl 1050
    • 220 g Weizenmehl 550
    • 285 g Wasser
    • 4 g Zucker
    • 9 g Butter
    • 3 g Gerstenmalz (flüssig) – bei mir pulvrig
    • 9 g Salz
    • 7 g Frischhefe

    Alle Zutaten fünf Minuten auf erster und 15 Minuten auf zweiter Stufe kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst und eine glatte Oberfläche hat. Hat bei mir ohne Probleme geklappt.

    Abdecken und zwei Stunden bei 24°C gehen lassen – nach einer Stunde einmal falten.

    Dann den Teig auf ein Backbrett geben, in vier gleich große Stücke teilen und diese quer nebeneinander in eine Kastenform legen.

    Abgedeckt nochmals 1,5 Stunden gehen lassen. Ofen auf 250°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

    Kastenform in den Ofen schieben, nach 15 Minuten die Hitze auf 200°C reduzieren und in weiteren 25 Minuten fertig backen.

    Toastbrot Zeiten

  • Brot

    Faulheit führt zu Neuerungen

    Mein Leben besteht ja nicht nur aus bloggen. Überraschenderweise. Nein, da gibt es tatsächlich noch einen (Mehr-als-)Fulltime-Job. Ich bin selbständig. Und meine Arbeitszeiten sind nicht regelmäßig. Mal gehts früh los, mal endet es spät, mal ist das Wochenende frei, mal nicht. Mal arbeite ich von zuhause, mal beim Kunden.

    Eigentlich läßt sich da das Brotbacken oft unterbringen, aber: Jedes Mal muß ich die Rezepte wieder durcharbeiten. Wie lange geht das Brot? Wie oft muß ich falten? Wann muß ich anfangen, damit ich nachmittags zum Kunden kann? Wann ist Brot fertig, so daß ich auch noch das Abendessen in den Ofen schieben kann?

    Ich mag nicht jedes Mal die Rechnung aufmachen, ich bin faul. Also gibt es ab sofort solche Tabellen bei jedem Sauerteig-Rezept (Beispiel Weizenmischbrot 70/30), das ich hier vorstellen werde. Und auch rückwirkend habe ich alle Rezepte ergänzt. Ich werde, wenn möglich, immer zwei Beispielabläufe aufführen – einen für Vormittags- und einen für Nachmittags-/Abendbäcker.

    Ich hoffe, auch Euch hilft das.

  • Brot

    Roggensauerteigbrot

    Unser derzeitiges Standardbrot, dieses Roggensauerteigbrot, das ich bei Küchenlatein gefunden habe, gibt es inzwischen seit Weihnachten. Es verlangt am Backtag wenig Aufmerksamkeit und kann auch an zwei normalen Arbeitstagen abends angesetzt und am nächsten gebacken werden.

    Empfehlung!

    Roggenmischbrot ganz

    Roggensauerteigbrot

    Sauerteig

    • 20 g Anstellgut (Roggen)
    • 100 g Roggenmehl Type 1150
    • 100 ml Wasser

    Teig

    • 375 g Roggenmehl Type 1150
    • 200 g Weizenmehl Type 812
    • 15 g Salz
    • 7 1/2 g Frischhefe (oder 2,1 g Trockenhefe)
    • 350 ml lauwarmes Wasser

    Möglicher Zeitablauf:

    Für den Sauerteig das Anstellgut mit Roggenmehl und Wasser vermischen und bei Zimmertemperatur 18 – 24 Stunden mit Frischhaltefolie abgedeckt reifen lassen.

    Roggenmehl, Weizenmehl, Salz, Hefe, gereifter Sauerteig und Wasser in die Küchenmaschine geben und ca. 8 Minuten langsam mischen. Bei Roggenbrot knetet man nicht. Den Teig auf Festigkeit überprüfen, ist er zu fest, noch etwas Wasser zugeben.

    Den Teig in einer Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Für die Brote die Brotform leicht mit Mehl (Reismehl) gut ausstauben. Die gesamte Teigmenge mit etwas Streumehl rund wirken und je nach Brotform langschleifen. Das Teigstück in die Brotform einlegen (darauf achten, dass Brotform und Teiggewicht zusammen passen).

    Den Teig in der Form ca. 40 Minuten mit Frischhaltefolie abgedeckt reifen lassen. Den Backofen mit Backstein auf 250 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Den gereiften Brotteig aus der Form stürzen und auf den heißen Backstein geben. Nach 10 Minuten Backzeit die Temperatur auf 180 °C herunterstellen und das Brot noch ca. 45 Minuten backen. Nach dem Backen gut auskühlen lassen.

    Roggenmischbrot

  • Brot

    #twitback3 oder: Weizenmischbrot 70/30

    Dieses Mal konnten wir uns nicht so richtig bei der Twitterbackrunde auf ein Brot einigen. Der einen fehlte das passende Mehl, die zweite wollte es eher körnig, die dritte (also ich) hatte Allergien auf bestimmte Bestandteile. So wurde kreuz und quer gebacken, wobei wohl dieses Weizenmischbrot aus Ketex’ Blog die meisten Mitbäcker fand.

    Sehr gut riechend, locker, luftig – das wird es als kräftig schmeckendes, aber leichtes Brot wohl in unser Standardrepertoire schaffen. Wir haben bis jetzt relativ oft ein ähnliches Brot bei Feinkost Käfer gekauft – ab sofort seltener. 🙂

    #twitback3 bei Excellensa
    #twitback3 bei Feinschmeckerle

    Weizenmisch fertig

    Weizenmischbrot 70/30

    Sauerteig

    • 100 g Roggenmehl 1150
    • 100 g Wasser
    • 10 g Roggenanstellgut (ASG)

    Alles gut vermischen und für 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Vorteig

    • 200 g Weizenmehl 812
    • 200 g Wasser
    • 2 g Frischhefe

    Auch hier alles gut vermischen, 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen und dann für 16 Stunden in den Kühlschrank (5°C) stellen. (Ich habe ihn bei Raumtemperatur stehen lassen, da kein Platz im Kühlschrank war.)

    Hauptteig

    • Sauerteig
    • Vorteig
    • 100 g Roggenmehl 1150
    • 265 g Weizenmehl 1050
    • 165 g Wasser
    • 13 g Salz
    • 8 g Frischhefe
    • 1 Tl flüssiges Backmalz (Bei mir Pulver-Backmalz)

    Alles zusammen in der Küchenmaschine 12 Minuten kneten. Danach 30 Minuten Teigruhe.

    Weizenmisch 1 Gare

    Nach der ersten Gare

    Den Teig falten nach der stretch and fold-Methode. Wieder danach 30 Minuten Teigruhe. Anschließend wieder falten und wiederum 30 Minuten Teigruhe.

    Weizenmisch 3 Gare

    Nach der dritten Gare

    Jetzt rund wirken und in einen runden Gärkorb legen. Eine Gare von ca. 60 Minuten schließt sich an. In der Zwischenzeit den Backofen auf 250° vorheizen.

    Weizenmisch vor dem Ofen

    Kurz vor dem Einschießen in den Ofen

    Weizenmisch Ofen

    Den Teigling einschießen, kräftig schwaden und 15 Minuten bei dieser Temperatur anbacken. Runterschalten auf 200°C, Dampf ablassen und in 40 Minuten ausbacken.

    Weizenmisch aufgeschnitten

    Möglicher Zeitablauf:

    Backtabelle

  • Brot

    #twitback2 oder: Weizenmischbrot mit Roggensauerteig

    Dieses Brotbacken hat schon einen Haken. Sind die Ergebnisse irgendwann “akzeptabel”, dann will man nicht mehr abrüsten und irgendwelchen Schmarrn kaufen. Und wenn dann auch noch ein bißchen Zeit da ist, dann wird gebacken.

    Inzwischen ist der Vorratsschrank umstrukturiert, ein “paar” neue Vorratsgefäße für verschiedene Mehlsorten sind eingezogen und der nette Paketbote ruft schon in die Sprechanlage: “Frau H., machen Sie auf, ich habe einen schweres Mehlpaket.” Inzwischen rührt schon der Herr der Cucina abends den Ansatz an, er geht virtuos mit den verschiedenen Mehlsorten um.

    Ein weiterer Ansporn ist das #twitback auf Twitter – vergangenen Wochenende wurde dieses Brot zum Nachbacken ausgerufen, wieder mit dabei Lunchforone, Küchenlatein, Feinschmeckerle, Excellensa und natürlich Schwaka. Auch das gelang wieder wunderbar, auch wenn ich ein paar Bedenken hatte – ohne Zusatz von Hefe und wenig Triebe während der Garzeiten vor dem Einschub in den Ofen. Aber dort explodierte es dann. Das Brot ist sehr gut, aber schmeckt mir einen Tick zu schwer.

    #twitback2 bei Excellensa
    #twitback2 bei Küchenlatein
    #twitback2 bei Feinschmeckerle

    Roggenbrot

    Martin Johannsons Prototyp No.1 Weizenmischbrot mit Roggensauerteig

    Ansatz

    • 50 g Roggensauerteig
    • 100 g Wasser
    • 60 g Roggenmehl Type 1150

    Teig

    • 300 g Wasser
    • 290 g Weizenmehl Type 1050
    • 190 g Roggenmehl Type 1150
    • 12 g Salz

    Möglicher Zeitplan:

    Zeiten

    Am Vorabend des Backtages die Zutaten für den Sauerteig vermischen und ca. 16 h bei Zimmertemperatur stehen lassen.

    Am Backtag Weizen- und Roggenmehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Das Wasser und den Sauerteig verrühren, dann die Mehlmischung hinzufügen und alles mit einem Holzlöffel gut verrühren und wie einen Spätzleteig schlagen. Nach kurzer Zeit wurde der grobe Teig glatter.

    Den Teig abgedeckt 45 Minuten stehen lassen, in der Schüssel mit einer Teigkarte zusammenfalten, abdecken.

    Wieder 45 Minuten stehen lassen und zusammenfalten, das noch ein drittes Mal nach 45 Minuten wiederholen.

    Nun den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.

    Einen Gärkorb (für 1 kg Teig) mit Roggenmehl ausstreuen oder eine entsprechende Schüssel mit einem gut bemehlten Küchentuch auslegen. Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben, zu etwa 30×30 cm auseinanderziehen und die Seiten in die Mitte zusammenfalten, so dass man ein handliches Paket erhält. Den Teig mit der Naht nach unten in den vorbereiteten Gärkorb legen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen, dann die Fingerprobe machen: Springt der eingedellte Teig sofort zurück, das Brot noch länger gehen lassen.

    Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C vorheizen. Das Brot einen mit Backpapier belegten Brotschieber stürzen und in den Ofen einschießen, 2 Dampfstöße. Die Backtemperatur nach 15 Minuten auf 200 °C reduzieren und 30 Minuten weiterbacken.

  • Brot

    #twitback oder einfach: Fränkischer Bauernlaib

    Wenn es Twitter nicht gebe, hätte ich wohl manches Mal beim Brotbacken aufgegeben, aber die verläßlichen Tips und Tricks von Ulrike und das “geteiltes Leid ist halbes Leid” mit Feinschmeckerle, Excellensa und Schwaka hielt und hält mich bei der Stange.

    Im Zuge dessen wurde gemeinsames Wochenend-Brotbacken beschlossen und zu verschiedenen Zeiten in die Tat umgesetzt, dokumentiert und natürlich beurteilt. Das fränkische Bauernbrot von Lutz sollte es sein. Ulrike machte den Anfang und dokumentierte gleich mit einer Diashow die nötigen Fortschritte und Teigkonsistenzen.

    Da konnte (fast) nichts schief gehen. Auch bei mir kam ein wunderbares Brot heraus, das ich gleich eine Woche später mit doppelter Menge  nachgebacken habe – da war dann doch der Backstein etwas zu klein. Dem Geschmack tat es aber keinen  Abbruch!

    #twitback bei Küchenlatein, Excellensa, Schwaka, Feinschmeckerle

    Frankenlaib
    Menge wie im Rezept
    Frankenlaib doppelt
     Doppelte Menge und Absturz

    Fränkisches Bauernbrot

    Sauerteig

    • 175 g Roggenmehl 1150
    • 145 g Wasser
    • 17 g Anstellgut (Roggen)

    Hauptteig

    • Sauerteig
    • 265 g Roggenmehl 1150
    • 50 g Weizenmehl 550
    • 235 g Wasser
    • 7 g Frischhefe
    • 10 g Salz
    • 0,2 g Fenchel (getrocknet)
    • 0,2 g Koriander
    • 0,6 g Kümmel

    Möglicher Zeitplan:

    Frankenlaib

    Die Sauerteigzutaten mischen und 18-22 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Fenchel, Kümmel und Koriander mit einem Mörser zerstoßen. Alle Zutaten des Hauptteiges 5 Minuten auf erster Stufe kneten und 2 Minuten auf zweiter Stufe zu einem etwas klebrigen, mittelfesten Teig verarbeiten

    30 Minuten abgedeckt bei ca. 24°C ruhen lassen.

    Backofen rechtzeitig auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    Den Teig leicht rundwirken und den Schluss in Roggenmehl drücken. Mit Schluss nach unten 30 Minuten bei ca. 24°C im Gärkorb zur Gare stellen. Bei 250°C fallend auf 200°C mit Schluss nach oben 50 Minuten mit Dampf backen.

    Frankenlaib Scheibe

  • Brot

    Toastbrot

    Je mehr Brote klappen, desto mehr Spaß macht es, neue Sorten auszuprobieren. Dieses Mal wurde es aber keine Sauerteigbrot, sondern ein ganz einfaches Hefe-Toastbrot. Wir essen gerne Toastbrot zum Frühstück unter der Woche. Zum morgendlichen Cappuccino gibt es meist zwei Scheiben Toast mit selbstgemachter Marmelade und ein Glas Orangensaft.

    Das unten stehende Rezept habe ich im Blog von Ketex gefunden – er hat das Brot aber in einer richtigen Toast-Backform mit Deckel gebacken. Ich habe mir mit einer rechteckigen Brot-Kastenform ohne Deckel geholfen.

    Sehr gut!

    Toast ganz

    Toastbrot
    Kastenform (Grundfläche 26 cm * 13 cm)

    Salz-/Hefe-Verfahren

    • 9 g Salz
    • 50 ml Wasser
    • 6 g Frischhefe

    Die drei Zutaten gut verrühren und mindesten 30 Minuten, oder auch länger (kann bis zu 20 Stunden) stehen lassen.

    • Salz/Hefe-Gemisch
    • 500 g Weizenmehl 550
    • 10 g Zucker
    • 10 g Speisestärke
    • 30 g weiche Butter
    • 1 TL flüssiges Backmalz (bei mir Backmalz, pulvrig)
    • 250 g Milch

    Alle Zutaten (außer der Butter) in der Küchenmaschine (KitchenAid Stufe 1) 12 Minuten kneten. Danach die weiche Butter zugeben und nochmals 6 Minuten (KitchenAid Stufe 1) kneten. Den Teig rundwirken und abgedeckt 2 – 3 Stunden gehen lassen, bis er doppelt aufgegangen ist.

    Danach den Teig falten, wirken und in zwei gleiche Teile teilen. Die gebutterte Toastbrotform in der Mitte mit dem Blech abteilen und in jedes Fach ein Teil des Teiges einlegen und den Deckel schließen.

    Jetzt wieder 2 Stunden gehen lassen und dann bei im vorgeheizten Ofen bei 190°C (Ober-/Unterhitze) 45 Minuten backen. Schwaden nicht vergessen.

    Toast aufgeschnitten

  • Brot

    Roggenschrotbrot

    So langsam schauen die Brote aus, wie ich sie mir so vorstelle. Aber immer wieder gibt es in meiner Brotbackkarriere Rückschritte. Ich habe noch nicht DAS Gefühl für den Teig, für die richtige Konsistenz. Bei Hefeteig ist überhaupt kein Problem mehr – was bin ich an den ersten Hefezöpfen früher verzweifelt, wenn sie nicht gegangen sind (zu heiße Milch), der Zopf “auseinanderfloß” (zu viel Butter) oder was auch immer.

    Knapp 20 Jahre später ging/geht es mir mit den Sauerteigbroten ähnlich. Ist der Teig so richtig? Zu flüssig? Zu fest? Zu viel gegangen? Zu wenig? Mal wieder im Gärkörbchen hängen geblieben? Oder gar nicht vom Backbrett heruntergebracht? 🙂 Langsam aber sicher entwickelt sich ein Gefühl. Es dauert. Es ist nicht ideal. Aber es entsteht eine kleine Routine. Seit Ende letzter Woche ist auch ein Backstein bei uns eingezogen, Frau Küchenlatein hatte mir dazu geraten. Und schon beim ersten Einsatz zeigte er seine Wirkung:

    Das Roggenschrot-Brot, daß ich am Freitag gebacken habe, sieht schon nach einem richtigen Brot aus und SCHMECKT. Das Rezept habe ich von der Kaltmamsell, die es wieder von Petra hat.

    Roggenschrotbrot

    Roggenschrotbrot

    Sauerteig-Ansatz

    • 15 g Anstellgut (Roggen)
    • 45 g Roggenmehl 1150er
    • 45 g lauwarmes Wasser

    Mischen und abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur stehenlassen.

    Quellstück

    • 235 g Roggenschrot (mittel)
    • 235 g Wasser
    • 13 g Roggensauerteig

    Ebenfalls mischen und abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur stehenlassen.

    Teig

    • 300 g lauwarmes Wasser
    • 1 g Trockenhefe (oder 5 gr Frischhefe, im Wasser oben aufgelöst)
    • 260 gr Roggenmehl Type 1150
    • 245 gr Weizenmehl Type 1050
    • 15 gr Salz

    Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, zusammen mit Quellstück, Sauerteig-Ansatz und den anderen Zutaten verkneten, 2 Minuten auf erster Stufe und 6 Minuten auf der zweiten Stufe (Kitchen Aid).

    Mit Klarsichtfolie abdecken, gehen lassen, bis sich das Volumen mindestens um die Hälfte vergrößert hat (3 bis 4 Stunden).

    Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, rund formen, in gut mit Roggen- und Reismehl bestäubten Gärkorb setzen und abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.

    Ofen rechtzeitig auf 240 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen – falls vorhanden mit Backstein, dann eine Tasse kochendes Wasser auf den Boden stellen.

    Blech oder Schieber mit Backpapier belegen, Brot draufkippen, in den Ofen schieben. Nach 20 Minuten Temperatur auf 220 Grad verringern, Wassertasse entfernen. Nach weiteren 20 Minuten Temperatur auf 200 Grad verringern, in weiteren 20 Minuten fertig backen. (Bei mir war es schon nach 45 Minuten fertig. Thermometer verwenden.)

    Möglicher Zeitplan:

    Roggenschrot

  • Brot

    Zweiter Versuch – Vinschgerl

    Die Versuchsreihe geht weiter: Vinschgerl. Der erste Versuch war ok, aber eben nicht der Rede wert. Ein zweiter Versuch war auf jeden Fall angedacht. Und Frau Kaltmamsell warf in ihrem Kommentar auch gleich das nächste, mögliche Rezept in die Ring – aus dem Blog Einfach guad. Also war mir ihr Wunsch Befehl und ich machte mich an den zweiten Versuch.

    Ergebnis: Ok, besser als die erste Version, aber auch von Geschmack und Konsistenz noch ein großes Stück weg vom Ziel. Mal schauen, ob Frau Kaltmamsell ein weiteres Rezept outsourcen will 🙂 Die Reihe wird auf jeden Fall fortgesetzt. (Hier das Rezept von “Einfach guad” – der Vollständigkeit halber)

    Vinschgerl

    Vinschgauer Fladen
    ca. 12 Stück

    Sauerteig

    • 250 g Roggenmehl 997 (bei mir 1150)
    • 250 g warmes Wasser
    • 2 EL Sauerteig vom Anstellgut

    Teig

    • 250 g Roggenmehl 997 (bei mir 1150)
    • 200 g Weizenmehl 1050
    • 2 1/2 TL Salz
    • 1 TL Honig
    • 1 EL Südtiroler Brotgewürz
    • 10 g Hefe
    • 100 ml lauwarmes Wasser

    Möglicher Zeitablauf:

    Vinschgerl

    Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und 15-20 Stunden gären lassen. 

    Vinschgerl Sauerteig

    Dann das Mehl mit dem Salz, den Gewürzen und der Hefe verrühren und zu dem Sauerteig geben. Den Teig mit den Knethaken zu einem weichen Teig verkneten, nach und nach das restliche Wasser dazugeben. Feucht zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig das Doppelte seines Volumens erreicht hat.

    Auf einer bemehlten Arbeitsfläche die Luft aus dem Teig drücken, in dem der Teig 2x innerhalb von 10 Minuten gedehnt und gefaltet wird (wie ein Briefumschlag). Dazwischen immer wieder feucht abdecken.

    Vinschgerl Blech

    Den Teig in ca. 100 g schwere Stücke trennen, zu Kugeln formen und dann flach drücken. In Roggenmehl wälzen und auf ein Backblech legen. Mit einem Tuch bedecken und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

    Den Ofen auf 250 Grad vorheizen, mit Schwaden ca. 25 bis 30 Minuten backen. 

    Vinschgerl geschnitten